Moderne Techniken wie Tablet-PCs und Solarstromanlagen boomen. Sie benötigen Lithium und Graphit für ihre Akkus.

Wie eine Bombe schlug die Neuigkeit in der Solarbranche ein: Milliardär Warren Buffett kauft sich für 1,9 Milliarden Euro einen riesigen Solarpark in Kalifornien. Das neue Solarkraftwerk wird den erzeugten Strom direkt an den Energiekonzern Southern California Edison liefern. Die Lieferverträge dafür hat Buffett bereits unter Dach und Fach. Dies dürfte dem Solarmarkt wieder Schwung verleihen. Denn die Preise für Solarmodule sind ziemlich nach unten gegangen, nachdem chinesische Hersteller Module massenhaft zu Tiefpreisen auf den Markt geworfen haben.

Für die Stromspeicherung benötigen die Solaranlagen ebenso wie die Tablet-PCs leistungsstarke Akkus. Nach heutigem Standard sind Akkus auf Basis von Lithium und Graphit dafür die beste Lösung. Und Tablets wie zum Beispiel Apples Ipad waren der Renner im Weihnachtsgeschäft. 2010 wurden gerade einmal rund 19 Millionen Tablets verschifft, während es in 2012 etwa 117 Millionen Stück waren – Tendenz stark steigend. Für 2016 wird mit 261 Millionen Tablets gerechnet. Und in der Regel stecken in Tablet-PCs Lithium-Ionen-Batterien.

Chris Berry, bekannter Analyst, sieht für das Industriemetall Lithium einen sich langsam, aber stetig entwickelnden Markt voraus, der zudem von Innovationen der Elektroautoindustrie angetrieben wird. Lithium, so Berry, spielt nun mal eine wichtige Rolle bei der Stromerzeugung, -lagerung und auch für den Transportsektor.

2012 konsolidierte der Lithium-Markt. Übernahmen gab es einige. So wurde beispielsweise Lithium One von Galaxy Resources (rund 400 Millionen US-Dollar) und Talison Lithium von Chengdu Tianqui übernommen (etwa 847 Millionen US-Dollar, noch nicht ganz über die Bühne gegangen). Daraus lässt sich ableiten, dass allgemein von einer gesunden Lithium-Nachfrage in den kommenden Jahren ausgegangen wird.

Die großen Lithiumproduzenten können aktuell die Nachfrage befriedigen. Junior-Bergbauunternehmen werden es daher nicht leicht haben. Unternehmen mit einem erfahrenem Management, Erfahrung in der Lithiumbranche und qualitativ hochwertigen Lagerstätten werden sich jedoch behaupten können.