Kolumne von Ingrid Heinritzi

Uran rückt wieder in den Focus

Die Kernenergie und der Uranmarkt scheinen für einen Aufschwung bereit zu sein. Urangesellschaften setzen zunehmend auf einen steigenden Uranpreis.

Nach dem Fukushima-Deseaster am 11. April 2011 kamen die Atomenergie und damit der Uranpreis unter Druck, verständlicherweise. Dies zog auch die Urangesellschaften nach unten. Doch die Umweltverträglichkeit und die Kostenbilanz bei der Kernenergie werden mittelfristig die Uranpreise steigen lassen.

Nachdem Deutschland acht von 17 Atomkraftwerken heruntergefahren hat, leidet die Konjunktur unter höheren Energiepreisen – und es steigen die Strompreise. Übrigens importiert Deutschland aus Kernenergie produzierte Energie aus der Tschechischen Republik. In Japan spricht eine kürzlich geschlossene Vereinbarung zwischen Japan und Usbekistan, dass nämlich Japan sich die Uranvorräte von Usbekistan sichert, für ein Comeback der Atomenergie in Japan. Dies wäre ein wichtiger Katalysator für die Zukunft des Urans.

Aktuell werden 62 Kernkraftwerke gebaut, davon 26 in China, 10 in Russland, 7 in Indien und eines in Brasilien. Laut einer Schätzung der World Nuclear Association (WNA) werden mehr Reaktoren geplant und gebaut als vor Fukushima. Besonders stark befürwortet wird die Atomenergie vom Nahen Osten. Denn Saudi-Arabien plant 16 Kraftwerke. Auch die Vereinten Arabischen Emirate haben Verträge über zwei Milliarden US-Dollar bezüglich der Versorgung und Herstellung von Brennstäben unterzeichnet.

In den USA wird verstärkt an der Energiegewinnung mit Gas gearbeitet, ob dies zu Lasten der Atomenergie gehen wird, ist aber noch unklar. Denn der nötige umfangreich Einsatz von Chemikalien und die dadurch zum Beispiel drohende Wasserverschmutzung, die beim Fracking entsteht, ist und bleibt ein Problem, das vor allem viele Umweltschützer auf den Plan ruft.

Das sogenannte "Megatonnen zu Megawatt-Programm" (Abkommen zwischen Russland und den USA über die Verwendung von Uran aus demontierten Sowjet-Atomsprengköpfen zu Kernbrennstoff) wird voraussichtlich 2013 auslaufen. Das bedeutet, dass 13 Prozent Uran auf dem globalen Markt fehlen werden. Den USA fehlen dann 45 Prozent Uran! Dazu kommt, dass sich einige Uranprojekte verzögern, so von Areva, Cameco und BHP Billiton.

Fakt ist, dass wie die Internationale Energieagentur prognostiziert, bis 2050 die Weltbevölkerung um etwa 30 Prozent auf zirka 10 Milliarden Menschen anwachsen wird. Der Energiebedarf werde bis 2035 um rund 35 Prozent ansteigen. Die wachsende Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern wird den Standard der westlichen Welt verlangen. Dies erzeugt eine gewaltige Nachfrage nach Energie. Vor der Fukushima-Katastrophe lag der Uranpreis bei rund 70 US-Dollar je Pound, nun bewegt er sich um 42 US-Dollar, doch dies könnte sich 2013/2014 ändern.

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