Kolumne von Ingrid Heinritzi

Auto-Batterien für den häuslichen Gebrauch

Auch gebrauchte Batterien aus Elektroautos geben noch Strom. Das haben jetzt General Motos und ABB bewiesen. Lithium- und Graphit-Märkte profitieren.

Elektroautos sind auf dem Vormarsch. Die Elektroauto-Batterien können noch einer zweiten Verwendung zugeführt werden. GM und ABB, ein führender Technologiekonzern der Energie- und Automatisierungstechnik, haben zu diesem Thema auf einer Veranstaltung von GM einen eindrucksvollen Beweis geliefert.

Dabei wurden 5 gebrauchte Lithium-Ionen-Batterien aus einem Chevrolet zusammengefasst und konnten so 3 bis 5 durchschnittliche amerikanische Haushalte 2 Stunden mit Strom (25 kw Leistung und 50 kWh Energie) versorgen. Und das mit Autobatterien, die ihre Dienste im Auto beendet hatten. Denn dann sind meist noch 70 Prozent oder sogar mehr der ursprünglichen Leistung vorhanden. Stolz wies der Senior Vizepräsident für Nordamerika von ABB, Allen Burchett, daraufhin, dass das Chevrolet Volt-Batteriesystem von ABB und GM die weltweit erste Nutzung von Autobatterien zur möglichen Reststromversorgung von Haushalten und für kommerzielle Anwendungen darstellt.

Besonders für die Notstromversorgung oder für teure Spitzenlastzeiten ist das Ganze interessant. Laut GM wird die Entwicklung dieser Zweitverwertung weiter verfolgt und nachdem zwei Große der Industrie daran arbeiten, ist Optimismus angesagt. GM recycelt 90 Prozent der Abfälle, wobei auch die Batterien dabei sind. ABB als weltweit größter Produzent von Schnellladestationen für Elektro-Autos forscht in diesem Bereich weiter. Der mit der Zweitverwertung verbundene Nutzen für die Umwelt dürfte auch dem neuen und alten Präsidenten der USA gefallen, der ja ein besonderes Augenmerk auf möglichst umweltfreundliche Dinge hat und am liebsten jeden US-Bürger mit einem Elektro-Auto fahren sehen würde.

Weltweit soll es, so Schätzungen, bis 2020 ungefähr acht Millionen Elekro-Autos geben. In 2011 wurden weltweit etwa 40.000 Elektro- und Hybridautos verkauft. Steigende Verkaufszahlen sollten die Lithium- und Graphit-Produzenten erfreuen. Denn ein Elektroauto braucht für die Herstellung rund 50 Pfund Lithium, ein Hybridauto auch noch ungefähr 20 Pfund. Und für eine Lithium-Ionen-Batterie wird rund 11-mal soviel Graphit wie Lithium verarbeitet.

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