Kolumne von Ingrid Heinritzi

Gold in 2013 - oder besser bei 2013

Die Weichen für einen steigenden Goldpreis sind gestellt und wie sich der Goldpreis nächstes Jahr entwickeln könnte.

Von 1711 bis 2013 sind es immerhin noch gut 17 Prozent. Doch betrachtet man den Goldpreis in den vergangenen zehn Jahren, dann sind solche Aufwärtsbewqegungen durchaus machbar. Ein Preis von 2013 US-Dollar je Feinunze im Jahr 2013 ist also gut möglich.

Und das Fundament für den neuen Aufwärtstrend könnte bereits dieser Tage gelegt werden. Denn die überkaufte Situation auf dem Goldpreis ist seit Mitte Oktober bereinigt. Derzeit notiert der Markt in neutralem Terrain, gemessen am RSI. Der 14-Tage Relative-Stärke-Index lag Freitag bei 46 Prozent. Was jedoch noch besser aussieht ist ein Kaufsignal für Gold im kurzfristigen Bereich beim MACD. Als Anfang Juni das letzte Mal so ein Signal kam, konnte der Goldpreis nahezu 250 Dollar zulegen. Voila – da wäre Gold schon fast bei den angestrebten 2013 Dollar.

Doch wie wird der Goldpreis fundamental nächstes Jahr aussehen? Der Goldexperte der Deutschen Bank in London, Raymond Key, sieht Gold ebenfalls bei über 2.000 US-Dollar je Feinunze. Zumindest sofern die Zentralbanken fortfahren die Wirtschaft durch höhere Geldmengen anzukurbeln. Davon ist eigentlich auszugehen. So verkündete die Fed in einer offiziellen Verlautbarung Ende Oktober, dass sie daran festhält, Anleihen zu kaufen. Und das sind immerhin 40 Milliarden US-Dollar jeden Monat.

Auch Mario Draghi, oberster Hüter der Europäischen Zentralbank, sprach unlängst davon, genau dasselbe wie die Fed tun zu wollen, nämlich Anleihekäufe tätigen. Auf der anderen Seite der Erde, in Japan, fährt die Notenbank auch einen lockeren geldpolitischen Kurs. Und bei Japan handelt es sich immerhin noch um die drittgrößte Volkswirtschaft der Erde, nach den USA und China.

Nicht umsonst investieren auch Börsengurus wie George Soros und Louis Moore Bacon in ihre Gold-Assets. Sie investieren überwiegend in ETFs. Diese börsengehandelten Produkte, die mit Gold unterlegt sind, erreichten am 8. November mit 2596 Tonnen ihren bisher höchsten Stand. Auch aktuell liegt nur eine Tonne weniger in den Tresoren der ETFs.

Deutsche Bank-Manager Raymond Key dürfte also Recht behalten mit seiner Aussage, dass Gold auf 2000 Dollar steigt. Und er lehnte sich sogar noch weiter aus dem Fenster. Denn wenn die 2000 Dollar überschritten werden, dann würde Gold noch höher steigen, so Key auf einer Konferenz in Hongkong.

Was auf eine verstärkte Nachfrage durch private Investoren wie auch Notenbanken trifft, ist zudem eine stagnierende Goldproduktion- und zudem eine Aussicht, dass die Goldproduktion wohl auch nicht stark steigen kann. Das ist aus den Worten des Barrick Gold-Chefs Jamie Sokalsky zu lesen. Er sagte ebenfalls in Hongkong, dass 2011 rund 8 Milliarden Dollar für Gold-Exploration ausgegeben wurden. Aber gefunden wurden weniger neue große Goldvorkommen als in früheren Jahren.

Fundamental und charttechnisch stehen also die Ampeln für den Goldpreis wieder auf Grün. Ein Preis von 2013 Dollar je Feinunze Gold in kommenden Jahr ist daher durchaus möglich.

Vorsicht wird erst geboten sein, wenn die Notenbanken der großen Länder ihre Liquidität wieder einsammeln. Erste Anzeichen könnten anziehende Zinsen sein. Wer daher in Gold nicht als Absicherung gegen ein mögliches – aber kurzfristig wohl nicht zustande kommendes – Chaos, sondern als Anlage zur Wertsteigerung investiert, sollte auf diesen Indikator besonders genau schauen. Denn in diesem Fall dürfte Gold zumindest einen zwischenzeitlichen stärkeren Rücksetzer erfahren.

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