Große Goldvorkommen werden immer seltener, doch die Nachfrage bei Gold steigt

Erst kürzlich öffnete sich China dem Goldmarkt. Lange Zeit war es der chinesischen Bevölkerung nicht erlaubt, Gold zu besitzen. Vor 2002 bestand ein Goldverbot in China. Der private Goldbesitz stand unter Strafe. Dann kam die Kehrtwende. In den vergangenen Jahren hat die chinesische Zentralregierung den privaten Goldkauf im eigenen Land wiederholt durch gezielte Werbemaßnahmen gefördert.

Weil dadurch die Nachfrage an Gold bei der Bevölkerung so stark angestiegen ist, hat China erst kürzlich erstmals ausländischen Banken erlaubt, Gold nach China zu importieren. Eigens dafür will China zukünftig Goldimport-Lizenzen an ausländische Banken vergeben. Der genaue Zeitpunkt liegt allerdings noch nicht vor. Im September hat China insgesamt 70 Tonnen Gold importiert. Insgesamt wurden in den letzten 12 Monaten ca. 582 Tonnen Gold nach China importiert.

Eigentlich war China in der Vergangenheit nie speziell auf Gold fixiert. Aber das Land der Mitte löste durch seine massiven Goldkäufe mittlerweile sogar Indien beim Goldverbrauch als Spitzenreiter ab.

Woher soll der Goldnachschub kommen?

Eine wahrlich berechtigte Frage. Dazu führt Jamie Sokalsky, CEO der Barrick Gold Corp, dem weltweit größten Goldproduzenten, folgendes an:

Es wird immer schwieriger, neue abbaubare Goldvorkommen zu finden, trotz einer rekordverdächtigen Investitionssumme von ca. 8 Milliarden Dollar, welche für Explorationen im letzten Jahr ausgegeben wurde. In den letzten Jahren wurden lediglich drei große Goldvorkommen entdeckt und keines von diesen umfasst mehr als 20 Millionen Unzen. 1991 wurden noch 11 Großvorkommen dieser Größenordnung gefunden.

Durch weitere Investitionen in physisches Gold, Zukäufe von Zentralbanken usw. steigt der Goldpreis seit 12 Jahren kontinuierlich an. Allerdings wird das Wachstum der Goldförderung laut einer Studie von Barclays Plc. für 2013 mit nur noch 0,7%, angegeben, das wäre der seit 2008 langsamste Anstieg. Dies bedeutet auch, dass die physische Goldversorgung im nächsten Jahr um 0,4% sinken wird. Somit scheint ein weiterer Goldpreisanstieg bereits vorprogrammiert.

Auch wenn der Goldpreis auf 3.000 Dollar steigen sollte, würde das nicht unbedingt eine größere Goldproduktion nach sich ziehen. Die weltweite Goldminenproduktion kann laut Statistik in 2013 nur auf 2.672 Tonnen ansteigen. Für 2012 wurde ein Anstieg auf 2.652 Tonnen geschätzt. Die Goldgewinnung aus Schrott könnte von 1.671 Tonnen auf 1.636 Tonnen zurückgehen. Damit würde für 2013 die Gesamtversorgung von 4.323 Tonnen auf 4.308 Tonnen rückläufig sein.

Es wird immer schwieriger, neue große Goldvorkommen zu finden und diese in Produktion zu bringen. Sollte man es dennoch schaffen, dann dauert mittlerweile der Weg dahin mindestens zweimal so lange als noch vor 10 Jahren. Die Verhandlungen um Genehmigungen, Umweltauflagen, Finanzierungsgespräche usw. werden zunehmend schwieriger und zeitaufwändiger. Im Moment sieht es so aus, dass neue Minen nicht so schnell in Produktion gebracht werden können, als alte, ausgebeutete Minen schließen müssen.

Auch wenn die Gewinnschwelle durch steigende Kosten weiter gestiegen ist, ein Ende des Goldbullenmarkts ist noch nicht in Sicht. Man sollte dabei aber immer eines bedenken: Gold ist nicht unendlich vorhanden und langsam aber sicher zeigt uns Mutter Erde dies auch.

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