Kolumne von Björn Junker

Autoindustrie ein Schlüsselfaktor für 2013: Platinmarkt rutscht in ein heftiges Angebotsdefizit

Die Streiks in Südafrika werden den Platinmarkt 2012 in ein erhebliches Angebotsdefizit fallen lassen. 2013 werde die Karten nicht unbedingt neu gemischt. Dass die Streiks in Südafrika in diesem Jahr massive Auswirkungen auf das zur Verfügung stehende Platinangebot haben, war zu befürchten. Langsam wird deutlich, wie stark die Arbeitsniederlegungen das Angebot des Metalls auf dem Weltmarkt beeinflussen. Es ist vor allem diese Sparte der südafrikanischen Bergwerksindustrie, die bisher von den Unruhen stark betroffen war. Die Folge: Der Beitrag des Landes zum weltweiten Platinangebot wird so niedrig wie seit 2001 nicht mehr, befürchtet Johnson Matthey in einer Analyse des Marktes.

Alles in allem gehen die Experten in diesem Jahr mit einem hohen Angebotsdefizit aus. Während die Förderung in Südafrika, weltweit die wichtigste Bergbauregion für die Platinproduktion, schwach ausfallen wird, rechnen die Analysten mit einer stabilen Nachfrageentwicklung. Das lässt den Platinmarkt in ein deutliches Angebotsdefizit laufen. Dieses solle rund 400.000 Unzen groß sein, glaubt man bei Johnson Matthey.

Ob das Marktumfeld 2013 grundsätzlich anders ausfallen wird, ist mehr als fraglich. Abzuwarten bleibt, wie die südafrikanischen Platinförderer auf die stark steigenden Lohnkosten reagieren werden. Dauerhafte Werksschließungen sind zu befürchten. Ein Schlüssel zur Schere zwischen Angebot und Nachfrage wird auch die Entwicklung der weltweiten Automobilindustrie sein, die ein Großabnehmer für Platin als Katalysatormetall ist. Kommt hier wieder Schwung in den zurzeit schwachen europäischen Automarkt, was derzeit allerdings noch nicht abzusehen ist, könnte der Platinpreis eine wesentliche neue Stütze erhalten.
 

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