Kolumne von Björn Junker

Licht und Schatten: Centerra Gold legt bei den Reservenschätzungen kräftig zu

Schlechte Finanzdaten, eine verringerte Prognose, aber auch eine erhöhte Reservenschätzung. Die Investoren einer kanadischen Gesellschaft erleben gerade eine Berg- und Talfahrt. Centerra Gold (WKN: A0B6PD) besitzt die größte Goldmine auf dem Gebiet der früheren UdSSR, die nicht in russischem Besitz ist. Die Mine von Kumtor in Kirgisien ist das Juwel im Portfolio der Kanadier. Doch zuletzt war dort nicht alles Gold, was glänzte. Die Verarbeitungsanlage wurde jüngst für sieben Wochen geschlossen. Wartungsarbeiten standen an. Daher sinken Umsatz und Goldförderung im dritten Quartal drastisch ab.

So liegt der Umsatz im Zeitraum von Juli bis September bei 68,8 Millionen Dollar (Vorjahr: 278,4 Millionen Dollar). Daraus resultiert ein Quartalsverlust von 46,8 Millionen Dollar (Vorjahr: +83,7 Millionen Dollar). Je Aktie ergibt sich daraus ein Minus von 0,20 Dollar, vor einem Jahr gab es noch einen Quartalsgewinn von 0,35 Dollar. Dennoch zahlt die Gesellschaft eine Quartalsdividende von 0,04 Dollar. Belastet werden die Zahlen zudem von den Produktionskosten je Unze. Diese steigen im Jahresvergleich von 556 Dollar auf 1.401 Dollar an.

Aufgrund der langen Wartungsarbeiten sackt auch die geförderte Menge klar ab. Im dritten Quartal werden insgesamt 42.723 Unzen Gold ans Tageslicht geholt, ein Jahr zuvor waren es noch 154.936 Unzen. Bei der verkauften Menge ist ebenfalls ein klares Minus erkennbar. 163.283 Unzen Gold waren es vor einem Jahr, jetzt meldet Centerra noch 41.251 Unzen. Auch der realisierte Verkaufspreis je Unze fällt, von 1.705 Dollar auf 1.667 Dollar.

Als Folge der jüngsten Entwicklung senkt die Gesellschaft ihre Fördererwartung für das Gesamtjahr ab. Ging man bisher von 450.000 Unzen bis 470.000 Unzen aus, so liegt die neue Schätzung bei 415.000 Unzen bis 425.000 Unzen Gold. Hier spielen nicht nur die Wartungsarbeiten eine Rolle, ein Produktionsstopp im ersten Halbjahr belastet die Erwartungen ebenso.

Doch trotz aller schlechten Nachrichten, hat Centerra Gold auch positive Meldungen für Investoren: Man kann die Reservenschätzungen für Kumtor deutlich erhöhen. Nach neuen Untersuchungen gehen diese um 58 Prozent auf 9,7 Millionen Unzen Gold in die Höhe. Das ist ein Plus von 3,6 Millionen Unzen im Vergleich zur alten Studie. Damit kann die Mine fünf Jahre länger als gedacht betrieben werden. Die Lebenszeit verlängert sich bis 2023. Die Produktionsanlagen können bis 2026 aktiv bleiben.

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