Kolumne von Björn Junker

Auf der Suche: China und die Goldakquisitionen

China hat ein Problem. Es konsumiert mehr Gold, als es produziert. Chinesische Unternehmen suchen nach einer passenden Lösung. Rund 360 Tonnen Gold hat China 2011 im eigenen Land produziert, wenn man den offiziellen Statistiken des Staates glauben darf. Der Konsum liegt jedoch deutlich darüber. China könnte im laufenden Jahr Weltmeister bei der Einfuhr von Gold werden und damit Indien ablösen. 800 bis 900 Tonnen könnten so zusätzlich in das Land kommen.

Chinesische Goldunternehmen sind mit dieser Situation nicht zufrieden. Sie wollen auch an den Einfuhren verdienen. Also setzen sie darauf, die künftigen Importe aus eigenen Quellen zu ermöglichen. Entsprechend wollen die Großen der Branche im Ausland Goldproduzenten kaufen und deren Erzeugnisse in das riesige Reich einführen.

Alle Branchengrößen bekennen sich zu dieser Strategie, sei es Shandong Gold (WKN: A0M4ML), Zijin Mining (WKN: A0M4ZR) oder auch Zhaojin Mining (WKN: A0M4ZH). Bei Shandong Gold, der zweitgrößte Goldproduzent Chinas, sucht man nach Minen, die rund eine Milliarde Dollar kosten. Man erwirbt lieber fertige Produktionsstätten, als selber noch lange in die Exploration und den Aufbau zu investieren. Fast in trockenen Tüchern ist der Mehrheitskauf von Focus Minerals (WKN: A0F610). 51 Prozent an den Australier erwirbt der chinesische Konzern. Dafür werden 235 Millionen Dollar auf den Tisch gelegt. Die australischen Behörden haben dem Kauf bereits zugestimmt. Noch im November sollen auch die chinesischen Behörden grünes Licht geben.

Künftig will Shandong Gold seine so erworbenen Beteiligungen in einer neuen Einheit auslagern. Geplant ist ein Listing dieser Einheit in Hongkong oder Australien, dies soll in den kommenden drei Jahren geschehen. Auch ein weiterer Bereich, die Sparte der Nichteisenmetalle, soll an die Börse in Hongkong gebracht werden. Dieses IPO könnte 2013 erfolgen.

Bei Zijin Mining sollen die ausländischen Goldlagerstätten in drei bis fünf Jahren rund ein Drittel zum Umsatz und zum Gewinn beitragen. Um dieses Ziel zu erreichen, will man verstärkt auf dem Akquisitionsmarkt aktiv werden. Jährlich möchte man bis zu 1,6 Milliarden Dollar für Zukäufe und Expansionen im Ausland aufwenden. Schon bald könnte es von der Company eine entsprechende Ankündigung geben. Insgesamt stehen der Gesellschaft für Zukäufe 4,8 Milliarden Dollar zur Verfügung. Auch hier gibt es Überlegungen, die neuen Töchter per Börsengang wieder auszulagern.
 

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