Einzelne Analysten hatten im Vorfeld damit gerechnet, dass der größte Goldproduzent der Welt Barrick Gold (WKN 870450) die Durchschnittsprognose der Experten schlagen würde. Doch der Branchenprimus meldet für das dritte Quartal einen Gewinn, der sogar noch unter dieser, niedrigeren Marke liegt. Wie der Konzern nämlich bekannt gibt, fiel der Nettogewinn der drei Monate bis Ende September von 1,37 Mrd. Dollar oder 1,37 Dollar pro Aktie im Vorjahr auf jetzt noch 618 Mio. Dollar oder 62 Cent pro Anteilsschein. Bereinigt lag der Gewinn bei 85 Cent pro Anteilsschein nach 1,38 Dollar im Vorjahresquartal. Analysten hatten im Schnitt, laut Daten von Thomson Reuters, mit einem bereinigten Gewinn von 98 Cent pro Aktie gerechnet.

Auch der Umsatz des dritten Quartals fiel mit 3,4 Mrd. Dollar um 13,5% niedriger aus als im Vorjahr. Das war auf einen geringeren Goldabsatz und einen niedrigeren im dritten Quartal erzielten Verkaufspreis pro Unze zurückzuführen.

Hinzu kommt, dass der Konzern seine Kostenprognose für das Pascua-Lama-Projekt, das auf der Grenze zwischen Argentinien und Chile liegt, erneut anheben musste. Barrick geht jetzt davon aus, dass die Errichtung der Mine 8 bis 8,5 Mrd. Dollar kosten wird. Zuletzt hatte man die Kostenschätzung auf 7,5 bis 8 Mrd. Dollar angehoben. Anfang 2013 will Barrick das riesige Projekt noch einmal einer Prüfung unterziehen. Bislang wird von einem Produktionsbeginn im zweiten Halbjahr 203 ausgegangen.

Gleichzeitig erklärte das Unternehmen, dass man rund 3 Mrd. Dollar an geplanten Investitionsausgaben als Teil einer andauernden Prüfung aller Projekte verschoben habe. Die Investitionen des kommenden Jahres werden damit um rund 1 Mrd. Dollar sinken und dürften dann auf dem Niveau dieses Jahres liegen.

Und auch in Hinsicht auf die Kupferproduktion wartet Barrick mit einer schlechten Nachricht auf. Der Ausstoß des roten Metalls soll 2012 nun nur noch 450 Mio. Pfund betragen, da die Produktion auf dem Jabal Sayid-Projekt in Saudi Arabien sich verzögert hat. Die Goldproduktion dieses Jahres immerhin soll im zuvor gesteckten Rahmen von 7,3 bis 7,5 Mio. Unzen liegen.
 

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