Kolumne von Ingrid Heinritzi

Blei zeigte 2012 Stärke

Steigt das Angebot von Batterien im Winter, so steigt auch das Angebot an recyceltem Blei.

Gerade im Winter geben Autobatterien den Geist auf und kommen dann zum Recycling. Folglich wird der Preis für Blei in den kommenden Wochen voraussichtlich eher leicht nach unten oder seitwärts gehen. Über die Hälfte des verwendeten Bleis kommt aus dem Recycling. Bereits im Oktober ist der Bleipreis von 2300 auf 2000 US-Dollar gefallen. Ein Pfund recyceltes Blei kostet derzeit 74 bis 75 US-Cent, vor kurzem waren es noch 77 bis 78 Cent. Von der Investmentbank Barclays war Mitte Oktober zu hören, dass mit einem weiteren Preisrückgang nicht gerechnet wird. Ein größerer Abwärtsdruck sei eigentlich nicht mehr zu erwarten. Da stellt sich die Frage, ob man eine Schwächephase zum Einstieg nutzen sollte.

Der Rohstoff Blei wird in erster Linie, zu ungefähr 80 Prozent, bei der Fabrikation von Batterieteilen eingesetzt. Daneben findet es in der Baubranche, in der Medizintechnik (Strahlenabwehr) und auch in der Kernenergie Verwendung.

Experten gehen von einer steigenden Nachfrage und damit von wieder anziehenden Bleipreisen in 2013 aus. Wenn auch die meisten Metalle in den ersten drei Quartalen 2012 schwierigen Zeiten aufgrund Eurokrise und einer verlangsamten Wachstumskurve in China ausgesetzt waren, so zeigte der Rohstoff Blei dagegen Stärke. Anfang 2012 lag der Preis nämlich noch bei 1980 US-Dollar. Die steigende Nachfrage nach Batterien ließ den Preis steigen. Dieser machte also eine gute Entwicklung und liegt jetzt immer noch über dem Preis Anfang des Jahres.

Die Experten der BNP Paribas gehen für 2013 von einem Bleipreis um die 2500 US-Dollar aus. Auch Morgan Stanley sieht für 2013 ein Angebotsdefizit. 47.000 metrische Tonnen, so die Bank, sollen nächstes Jahr fehlen. Zwar steige die Minenproduktion um rund 4,7 Prozent, doch dies ist dann der niedrigste Stand seit 2009. Den Preis für Blei sieht sie daher bei 2.425 US-Dollar je Tonne. Das Defizit an Blei wird für die nächsten vier Jahre prognostiziert.

Größter Produzent und Verbraucher von Blei ist China. Die wiederhergestellte chinesische Batterieindustrie wird die Nachfrage nach dem Metall weiter ankurbeln.

Denn wegen der giftigen Wirkung von Blei waren in 2011 etwa 1.000 Batteriefabriken geschlossen worden. Nach der Einführung strengerer Umweltauflagen durften viele dieser Fabriken wieder in Betrieb genommen werden. So geht das Pekinger Antaike Information Development davon aus, dass der chinesiche Bleibedarf um 10 Prozent auf ein Allzeithoch von 4,5 Millionen Tonnen ansteigen wird. Mehr Autos, mehr Elekrofahrräder in China, all das braucht vermehrt Blei.

Und steigt die Nachfrage nach Blei-Batterien, so wird voraussichtlich auch die Nachfrage nach der nächsten Generation von Batterien steigen. Dies dürfte sich dann auch günstig für Lithium, Graphit und Vanadium auswirken.

Ein Investment in Blei kann beispielsweise über das Endlos-Zertifikat auf Lead cash outright (PB) der DZ Bank (ISIN: DE000DZ0CLL5) oder dem Open end Tracker-Zertifikat (Rohstoff) auf Lead von Goldman Sachs (ISIN: DE000GS0HH65) erfolgen. Es gibt auch währungsgesicherte Zertifikate wie das Open End Zertifikat auf Lead cash outright (ISIN: NL0000470060) der RBS, bei dem die Währungsschwankungen von Euro zu Dollar ausgeschaltet sind, was jedoch ein wenig Performance kostet.

Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar.

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