Kupfer wird zu etwa 75 Prozent im Elektroinstallations- und Baubereich wegen der guten Wärme- und Stromleitfähigkeit verwendet. Aber auch in der Lebensmittelindustrie, bei Klimaanlagen und sogar im High-Tech-Bereich besetzt Kupfer einen immer wichtigeren Platz.

Erstmals abgebaut wurde Kupfer auf der Insel Zypern, woraus sich der Name "Kupfer" ableitet. Das Besondere an diesem Metall ist, dass es recycelt und komplett wieder verwendet werden kann. Größter europäischer Kupferproduzent und im Kupferrecycling führend ist der deutsche Aurubis-Konzern. Doch das rote Metall kommt in erster Linie aus Peru und und Chile.

So verfügt Chile mit rund 36 Prozent über die größten Kupfervorkommen weltweit. Das Land plant bis zum Jahr 2030 rund 100 Milliarden US-Dollar in den Ausbau seiner Kupferminen zu investieren. Dem Plan der Regierung die Kupferproduktion bis 2030 auf etwa 8 Millionen Tonnen jährlich zu steigern, stehen jedoch einige Produzenten skeptisch gegenüber. Denn den Minenbetreibern machen geringere Erzgehalte und steigende Produktionskosten zu schaffen.

Zwar erwarten einige, so zum Beispiel die International Copper Study Group, für 2013 ein um zirka 7 Prozent höheres Kupferangebot, da neue Kupferminen zur Produktion beitragen werden. Ob es tatsächlich 2013 zu einem Angebotsüberschuss kommen wird, wie neue Prognosen zeigen sollen, bleibt abzuwarten. Inwieweit die Kupferproduktion anwachsen wird, hängt in erster Linie von der südamerikanischen Produktion ab. Wie in den vergangenen Jahren, bleibt aktuell aber noch das Angebot der Kupferminen hinter den Erwartungen zurück.

Angetrieben wird die Nachfrage nach Kupfer vor allem durch die ergeizigen Infrastrukturpläne Chinas. Dies dürfte im zweiten Halbjahr 2012 und in 2013 deutlich zu spüren sei. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass der von der HSBC-Bank berechnete vorläufige Einkaufmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China deutlich auf nicht erwartete 49,1 angestiegen ist. Dies resultiere aus einer Erholung der chinesischen Wirtschaftssituation, welche sich positiv für die weitere Steigerung des Metallbedarfs auswirken sollte.

Die Vorräte an Kupfer in den Lagerhäusern der SHFE (Shanghai) sind momentan auf dem höchsten Stand seit 5 Jahren. Was die Kupferproduzenten aber glücklich machen dürfte, sind die Gewinnmargen beim roten Metall. Laut Bloomberg liegen die durchschnittlichen Produktionskosten bei 3.385 US-Dollar je Tonne Kupfer. Bei einem Preis von rund 8.000 US-Dollar je Tonne ist dies eine äußerst attraktive Rendite.

Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass bei diesen reinen operativen Kosten unter anderem Zinsen, die für Kredite für den Aufbau der extrem teuren Anlagen gezahlt werden, sowie Abschreibungen nicht enthalten sind. Unternehmen werden also für neue Produktionsanlagen mit ganz anderen Kosten kalkulieren müssen. Dennoch erscheinen gerade Kupferproduzenten im aktuellen Umfeld als sehr attraktive Investitionsmöglichkeit.

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