Kolumne von Björn Junker

Chartchecks: Gold und Silber haben charttechnisch weiter Kurschancen

Für eine weitergehende Aufwärtsbewegung müssen die beiden Metalle allerdings ihre derzeitigen Konsolidierungsbewegungen überwinden und neue Kaufsignale generieren. Die deutliche Aufwärtsbewegung des Goldpreises hat zuletzt an Schwung verloren. Dies allein ist keine erstaunliche Entwicklung, nachdem der Kurs der Feinunze zwischen Mitte Mai und Anfang Oktober von 1.527 Dollar auf 1.796 Dollar zugelegt hat. Um 1.787/1.803 Dollar zeigt sich eine hohe charttechnische Hürde, die die Kursbremse darstellt – ein Anstieg hierüber könnte den Fokus beim Goldpreis endgültig in Richtung des Tops aus dem Jahr 2011 bei 1.921 Dollar richten.

Kurzfristig allerdings hat es sich der Goldpreis in einer Konsolidierung bequem gemacht. Die bisher sehr moderat verlaufende Ruhepause sei der Feinunze nach der Rallye gegönnt, sie könnte für den Markt sogar eine wichtige Bereinigung kurzfristiger spekulativer Spitzen sein. Auf Unterstützung trifft Gold bei 1.752/1.760 Dollar und oberhalb von 1.736 Dollar. Die erste Unterstützung wird zudem durch das untere Ende des Bollinger-Bandes massiv verstärkt.

Ein Blick auf den kleinen Bruder des Goldes, den Silberpreis. Das Metall wird wesentlich weniger stark von finanzspekulativen Aspekten geprägt als das Gold, was an den breiten Einsatzmöglichkeiten von Silber in industriellen Anwendungen liegt. Daher koppelt sich die Silberunze immer wieder mal von den Bewegungen des Goldpreises ab.

Zuletzt aber bewegen sich die beiden Metalle zumindest grundsätzlich im Einklang. Bei Silber hat die jüngste Aufwärtsbewegung allerdings erst Ende Juni bei 26,13 Dollar begonnen und Mitte August bei 27,51 Dollar Schwung aufgenommen. Der darauf folgende Anstieg ist Mitte September erstmals um 35 Dollar auf eine massive Widerstandszone getroffen, die sich seitdem bestätigt hat. Der Bereich ist unterhalb von 35,39/35,69 Dollar angesiedelt und stellt die letzte wichtige Hürde vor dem 2012er-Jahreshoch bei 37,50 Dollar dar. Während der Goldpreis bereits nahe Allzeithoch notiert, hat die Silber-Aktie bis zu dieser bei 49,82 Dollar stehenden Marke noch ein ganzes Stück vor sich.

Hier zeigen sich deutlich die Unterschiede zwischen Gold und Silber in der Wahrnehmung bei Investoren. Den "Save-Haven-Bonus" des Goldes, der unter anderem im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise von Bedeutung ist, hat das Silber nicht.

Kurzfristig hat sich auch die Silberunze in eine Konsolidierung begeben. Der Kurs der Feinunze pendelt dabei zwischen der bereits genannten breiteren Widerstandsmarke unterhalb von 35,39 Dollar und einer Unterstützung, die sich um 33,34/33,71 Dollar erstreckt.
 

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