Kolumne von Ingrid Heinritzi

Graphit: Zahl der Elektroautos in Deutschland nimmt zu

Graphit und Lithium – Rohstoffe, die immer wichtiger werden

Bis zum Jahre 2020 soll es in Deutschland eine Million Elektroautos geben, so unsere Regierung. Das wird nicht einfach werden, vor allem wenn nicht durch eine Kaufprämie Anreize geschaffen werden. Von Januar bis August 2012 wurden in Deutschland 2272 Elektroautos zugelassen. Immerhin – 2009 waren es erst 80 Stück. Der überaus größte Anteil liegt bei Opels Ampera. Danach folgen mit Abstand der Citroen C-Zero, der Nissan Leaf, der Peugeot Ion, der Smart fortwo und der Renault Fluence.

Steigt die Anzahl der Elektroautos weltweit an, so zieht dies einen vermehrten Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien und damit auch nach Graphit und nach Lithium nach sich. Der Lithium-Bedarf soll sich, so die Experten, in den nächsten acht Jahren, verdoppeln. Der Lithium-Preis ist auch in den letzten 18 Monaten um rund 35 Prozent angestiegen.

So benötigt ein Elektroauto rund 50 Pfund Lithium, ein Hybridauto braucht etwa 20 Pfund Lithium. Weltweit wurden letztes Jahr rund 40.000 Elektro- und Hybridautos verkauft. Bis 2020 sollen es ungefähr 8 Millionen werden.

Graphit ist etwa 11-mal mehr in einer Lithium-Ionen-Batterie vorhanden als Lithium. Der Graphit-Markt wird in erster Linie von den Chinesen beherrscht. In den Jahren 2010 und 2011 produzierte China 380.000 Tonnen Graphit-Flocken jährlich. Brasilien steuerte 96.000 Tonnen, Indien 35.000 Tonnen bei. Nordkorea lieferte 30.000 und Kanada 21.000 Tonnen jährlich. Die derzeitige Graphit-Nachfrage kommt in erster Linie vom Stahlmarkt. Die Herstellung von feuerfesten Materialien (mit einer Einsatztemperatur von über 600 Grad Celsius) wird beispielsweise bei Bausteinen und Ziegeln, sowie bei Brennöfen benötigt.

Von den 50er bis zu den 70er Jahren kam die Graphit-Nachfrage in Westeuropa und USA von der Stahlwirtschaft. In den 80er Jahren stieg die Nachfrage durch das Wachstum in Japan, Südkorea und natürlich China. Seit den 90er Jahren gelangt ein Teil des Graphits in die Batterien der neuen Kommunikations- und Unterhaltungsgeräte, wie Handys. Damit eröffnete sich ein vollkommen neues Anwendungsfeld für diesen Rohstoff.

Heute ist Graphit in allen Batterien als Anodenmaterial vertreten. Wenn auch noch ungewiss ist, wie sich der Elektroautomarkt weiter entwickeln wird, der nun mal ausschlaggebend für den zukünftigen Graphit- und auch Lithium-Markt ist, so hat doch Graphit das Potenzial sich zu einem extrem wichtigen und damit lukrativen Rohstoff zu entwickeln.

Um am Graphit-Boom teilzunehmen, bestehe die einzige Möglichkeit, so Simon Moores kürzlich in einem Interview im "The Gold Report", darin auf Junior-Gesellschaften zu setzen. Als Beispiel sei einmal Northern Graphite (ISIN: CA66516A1057) genannt, die gerade den Beginn eines Bohrprogramms auf ihrem Bissett Creek Graphit-Projekt in Ontario, Kanada verkündeten. Ebenfalls ein Junior-Explorer ist Focus Graphite (ISIN: CA34416E1060), die in Quebec tätig sind. Weiter interessant ist Standard Graphite (ISIN: CA8534501041), ein Explorer, ebenfalls in Kanada auf Graphite-Suche. Erst letzte Woche konnte diese Gesellschaft Neuigkeiten von seinem Mousseau East Graphit-Projekt (http://www.standardgraphite.com/i/pdf/twindrilling.pdf )berichten. Auf dem historische Gelände wurden erstmals seit den frühen 90er Jahren wieder Bohrungen niedergebracht. Diese werden derzeit ausgewertet.

Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar.

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