Die Arbeiter der Marikana-Mine des südafrikanischen Platinproduzenten Lonmin (WKN 856046) haben das neueste Gehaltsangebot des Unternehmens akzeptiert. Damit endet ein sechswöchiger, gewalttätiger Streik, der 45 Leben forderte und die südafrikanische Bergbaubranche erschütterte. Lonmin hatte einer Gehaltserhöhung für die Arbeiter von 22% zugestimmt. Nun sollen die Demonstranten am morgigen Donnerstag ihre Arbeit wieder aufnehmen. Auch der weltgrößte Platinproduzent Anglo American Platinum (WKN 856547) hatte am Dienstag den Betrieb auf der Rustenburg-Mine wieder aufgenommen. Das kann als weiteres Zeichen gewertet werden, dass die Unruhen im südafrikanischen Platingürtel zu Ende gehen.

Der Platinspotpreis gab angesichts der Nachrichten von Marikana etwas nach und fiel zwischenzeitlich um 2% auf rund 1.625 USD pro Unze. Gleichzeitig zeigte sich auch der Rand stärker.

Die illegalen Streiks, die einen der wichtigsten Bereich der südafrikanischen Wirtschaft erschüttert hatten, hatten auch den Rand gegenüber dem US-Dollar gedrückt und ausländische Investoren dazu gebracht, ihre Bergbauaktien abzustoßen.

Nicht überall wird die Nachricht über die Einigung zwischen Lonmin und deren Arbeitern ohne Vorbehalt positiv bewertet. Zumindest die Analysten von Nomura International machen sich Sorgen, dass die Gehaltserhöhung von 22% sich nun in der Minenbranche verbreitet. Denn diese leide bereits unter gesunkenen Metallpreisen sowie steigenden Arbeits- und Stromkosten und könne sich einen solchen Anstieg der Kosten nicht leisten.

Amplats seinerseits hatte erklärt, dass man es als sicher für die Arbeiter erachte, wieder an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Der Konzern gestand aber ein, dass viele Angestellte noch nicht wieder an ihrem Arbeitsplatz seien. Dennoch laufe der Betrieb auf Rustenburg bereits wieder normal.
 

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