In Zeiten, in denen man aus den meisten Bergbauländern überwiegend negative Schlagzeilen liest, ist es erfreulich zu hören, dass große Seniorproduzenten der Entwicklung Kolumbiens ein gutes Zeugnis ausstellen.

So geschehen durch Anglo Gold Ashantis Vorstand Mark Cutifani als Sprecher am Denver Goldforum. Er betonte die gute Gesetzesstruktur, die positive Entwicklung des Bergbauministeriums und die damit verbundenen guten Voraussetzungen für Investoren. Weiters hob er hervor, dass Kolumbien aus einer Sicht auf gutem Wege sei, sich als Goldbarren am Weltmarkt zu etablieren. Immerhin besitzt Anglo Gold Ashanti mit La Colosa, Gramalote und Quebradona 3 Großprojekte in Kolumbien. Alleine von La Colosa werden, wenn in Produktion, jährlich an die 700.000 Unzen Gold erwartet, wofür Anglo Gold Ashanti bereit ist rd. 3,5 Mrd $ zu investieren.

Richtung weisendes Fakt ist, dass Kolumbien bereits 2006 mit einem Programm begonnen hat, durch Vorgaben aus dem Bergbau strenge, aber gut lebbare gesetzliche Rahmenbedingungen zu entwickeln. Basis war eine Studie ( UPME ), die definieren sollte, wo sich 2019 der Bergbau in seiner Entwicklung befinden sollte. Dies alles geschah noch in der Ära des Präsidenten Uribe. Der ihm nachfolgende Präsident Juan Manuel Santos, der gleichen U-Partei wie sein Vorgänger angehörend, setzte diesen Trend weiter fort.

Mit dem nun seit einer Woche eingesetzten neuen Minister für Energie und Bergbau, Herrn Federico Renjifo, besitzt dieses Ministerium nicht nur eine neue Führung, die der gleichen Partei angehört wie Präsident Santos, sondern eine Führung ganz im Sinne des Entwicklungsplanes. Im letzten Sonntagsinterview versprach er sich umgehend um die Klärung der anhängigen Problematik betreffend BHP Billitons Nickelmine Cerro Matoso, wo durch Streitigkeiten der Genehmigungsverlauf ins Stocken geriet. Es darf ihm zugetraut werden, dass die ehrgeizigen Ziele der Regierung, bis 2019 vom 5.stärksten Wirtschaftsland Südamerikas unter die Top 3 zu kommen, durch sein Ministerium wesentlich unterstützt werden.

Wenn ein sich dynamisch entwickelndes Bergbauministerium auf eine unterstützende Gesetzesentwicklung zählen kann um engagierte Ziele zu erreichen, dann erkennen das nicht nur Großunternehmen vor Ort, sondern künftig auch weitere investitionsfreudige Unternehmen.

Auch wenn bekannt ist, dass Kolumbien nach wie vor stark unter den Drogenkartellen zu leiden hat, einige Regionen nach Steuererhöhungen aus dem Bergbau rufen um Budgetlöcher besser stopfen zu können und auch im Verwaltungsapparat noch viel strukturiert werden muss, so ist zu erkennen, dass Kolumbien nicht restriktiv agiert, sondern bemüht ist, seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Was, speziell im Bergbau, zu größerer Anerkennung von Seiten der Investoren führen wird.

Ein Trend, der zwar bereits am Markt spürbar aber noch jung ist, und den wir daher weiter aufmerksam verfolgen und darüber berichten werden.