Kolumne von Björn Junker

Probleme in Saudi Arabien: Barrick Gold senkt Kupferproduktionsprognose

Der größte Goldproduzent der Welt Barrick Gold (WKN 870450) hat seine Kupferproduktionsprognose für 2013 gesenkt. Das Jabal Sayid-Projekt des Konzerns in Saudi Arabien erfüllt derzeit nicht die Sicherheitsstandards des Landes, heißt es. CEO Jamie Sokalsky erklärte im Rahmen des Denver Gold Forum, dass man jüngst von der Regierung Saudi Arabiens darauf hingewiesen worden sei, dass das 400 Mio. Dollar teure Projekt nicht den dortigen Sicherheitsanforderungen entspreche. Das führte dazu, dass auf der Mine keine Sprengstoffe eingesetzt werden dürfen.

Wie Sokalsky weiter ausführte, hatte Equinox Minerals, mit deren Übernahme man das Projekt erwarb, das Sicherheitssystem gemäß der Standards von Western Australia errichte, das aber von den saudischen Standards abweicht. Damit kann die Lagerstätte 2013 nicht abgebaut werden, sodass Barrick seine Kupferproduktionsprognose von ursprünglich 600 auf nun noch 500 bis 550 Mio. Pfund senkte.

Bis 2014 will der Konzern aber die Probleme ausgeräumt haben. Das Projekt sollte in den ersten fünf Jahren des Betriebs 100 bis 130 Mio. Pfund Kupfer produzieren. Es war Teil des Portfolios von Equinox, die Barrick 2011 für 7,5 Mrd. Dollar übernahm.

Auf dem Denver Gold Forum führte Sokalsky weiter aus, dass das Unternehmen sehr genau darauf achte, wie es seinen freien Cashflow einsetzt. Projekte, die bestimmte Hürden nicht erreichen, sollen entweder verschoben, auf Eis gelegt oder abgestoßen werden. Man habe bereits einige Projekte identifiziert, welche die Kriterien für weitere Investitionen nicht erfüllten, so Barricks neuer CEO.

Ein solches Beispiel ist Barricks Entscheidung, African Barrick Gold (WKN A1CTRD) zu veräußern. Hierzu hat man bereits erste Gespräche aufgenommen, um den Anteil von 74% an dem Unternehmen abzustoßen. Barrick hatte zudem beschlossen, zwei seiner größten Entwicklungsprojekte, Donlin Gold in Alaska und Cerro Casale in Chile, zunächst zurückzustellen.

Barrick hatte seine Goldproduktionsprognose für 2015 angesichts solcher Entscheidungen um 1 Mio. Unzen auf 8 Mio. Unzen gesenkt. Der Konzern betonte aber, dass diese Projekte nicht aufgegeben seien, man sich ihnen aber erst wieder bei besseren Bedingungen widmen werde.
 

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