Kolumne von Ingrid Heinritzi

Gold steigt auf 2500 Dollar

Durch Inflationsängste und steigende Geldmengen getrieben etablierte der Goldpreis einen neuen Aufwärtstrend. Analysten der Citigroup sehen den Goldpreis bereits Anfang 2013 bei 2500 US-Dollar.

EZB-Präsident Mario Draghi rüttelte vergangene Woche die Goldfans wieder einmal wach. Uneingeschränkte Anleihe-Käufe von Euro-Ländern durch die Europäische Notenbank (EZB) stellte er in Aussicht. Damit ist klar geworden, die EZB will den Euro um jeden Preis retten. Optimisten kaufen daher nun Euro-Anleihen aus Ländern wie Portugal. Die Rendite portugisischer Anleihen ist daher deutlich zurück gegangen.

Realisten – und natürlich auch Pessimisten – kaufen dagegen eher Gold. Der Preis des gelben Edelmetalls explodierte in den vergangenen Tagen auf 1738 US-Dollar je Feinunze, die 31,1 Gramm auf die Waage bringt. Vor einem Monat war die Unze Gold noch für 1600 Dollar zu bekommen, an einigen Tagen sogar darunter.

Grund für die preistreibende Goldnachfrage ist die Erwartung vieler Investoren, dass die EZB-Aktionen eine steigende Liquidität und damit Inflationstendenzen schüren werde. Kommen dann auch noch geldpolitiosche Lockerungen in den USA und China hinzu, sind diese Inflationserwartungen sicherlich realistisch.

Doch Hyperinflationen, wie sie von Schwarzmalern herbei beschworen werden, sind (noch) nicht zu befürchten. Denn die lockere Geldpolitik treibt auch die Konjunktur an. Damit wird die Produktionsbasis gestärkt und wenn die Kapazitäten zur Herstellung von Gütern groß genug ist, kann die Nachfrage nach Gütern zu relativ moderaten Preisen gesichert werden.

Die Inflationstendenzen zeichnen sich daher an den Finanzmärkten ab. Steigende Aktienkurse, steigende Rohstoffpreise, steigende Immobilienpreise, ja sogar steigende Anleihenkurse sind die Folge.

Das spricht natürlich weiterhin auch für Gold. Der Goldmarkt sieht derzeit zwar ein wenig überkauft aus. Doch das Überspringen der 200-Tage-Linie und der Ausbruch des Goldpreises aus einer Dreiecks-Konsolidierungsformation setzte neue Käuferschichten frei. Daher gehen einige technisch orientierte Analysten von weiter steigenden Goldpreisen aus.

So erklärten jüngst die Analysten der Citigroup, dass der nächste Widerstand beim Goldpreis bei 1791 US-Dollar liege. Wird dieser durchbrochen – was in den kommenden Wochen wahrscheinlich erscheint – dann läge das nächste Kursziel bei rund 2060 Dollar. Läuft die Preisfindung beim Gold nach historischem Muster ab, könnte der Goldpreis im ersten Quartal 2013 sogar 2450 bis 2500 US-Dollar je Unze erreichen.

Für Goldfans kann dies nur heißen: Gold an schwächeren Tagen zuzukaufen. Diese könnte es aufgrund der überkauften Situation durchaus geben. Auch Engagements in Goldminen sollten sich lohnen. Auch wenn bei den Produzenten die Kosten stark gestiegen sind, verdienen einige bei den hohen Goldpreisen sehr gut. Übernahmen dürften daher weiterhin dem Markt einheizen. Und die Herbst- und Wintermonate sind ohnehin in der Regel eine gute Zeit für Gold und Goldaktien. In den vergangenen 10 Jahren zogen die Preise in 8 Jahren davon an.

Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar.

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