Glencore International (WKN A1JAGV), der größte, börsennotierte Rohstoffhändler weltweit, hat überraschend die Aktionärsversammlung vertagt, auf der über das 32 Mrd. USD schwere Gebot für den Schweizer Bergbaukonzern Xstrata (WKN 552834) abgestimmt werden sollte. Chairman Simon Murry erklärte den Aktionären in Zug, dass sich in der vergangenen Nacht neue Entwicklungen ergeben hätten. Die Xstrata-Aktie steigt derzeit um 5%, da die Anleger darauf spekulieren, dass Glencore sein Gebot doch noch einmal nachbessern wird.

Großaktiionäre von Xstrata wie Qatar Holding und Knight Vinke Asset Management hatten eine höhere Offerte als die aktuell gebotenen 2,8 Glenore-Aktien pro Xstrata-Papier gefordert und letzten Monat erklärt, gegen das Gebot in der derzeitigen Form stimmen zu wollen. Damit wäre die Übernahme gescheitert. Glencore bewerte aktuell seine Optionen und werden den Markt rechtzeitig informieren, gab der Konzern nun bekannt.

Qatar Holding, die von der königlichen Familie des Golfstaates kontrolliert wird, und 12% an Xstrata hält, hatte bereits im Juni das erste Mal ein höheres Gebot von Glencore gefordert. Mindestens 3,25 Glencore-Aktien pro Xstrata-Papier sollen es nach Meinung von Qatar Holding sein. Glencores CEO Ivan Glasenberg hatte bislang erklärt, er könne die Haltung des Fonds nicht verstehen und Aufforderungen zur Aufstockung der Offerte zurückgewiesen.
 

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