Kolumne von Björn Junker

Sinkende Preise, steigende Kosten - In Australien stehen Rohstoffprojekte im Wert von 100 Mrd. AUD auf der Kippe

Steigende Personal- und Baukosten sowie der Rückgang der Rohstoffpreise könnten dazu führen, dass Bergbau- und Energieprojekte in Australien im Wert von 100 Mrd. AUD nicht entwickelt werden. Laut einer Analyse geplanter Projekte durch die Australian Financial Review stehen mehr als ein Dutzend Großprojekte in frühen Entwicklungsphasen entweder vor Verschiebungen oder könnten gar ganz aufgegeben werden.

Die größten Projekte auf dieser Liste sind unter anderem BHP Billitons (WKN 908101) Uranmine Olympic Dam mit geschätzten Entwicklungskosten von 20 Mrd. AUD, das Flüssiggasprojekt Arrow Energy von Shell (WKN A0D94M) und PetroChina (WKN A0M4YQ), dessen Kosten sich ebenfalls auf rund 20 Mrd. AUD belaufen und das Flüssiggasprojekt Browse von Woodside Petroleum (WKN 855377), dessen Kosten auf 40 Mrd. AUD geschätzt werden.

Zudem wird wohl eine ganze Reihe von geplanten Kohleprojekten verzögert, darunter die 9 Mrd. AUD teure Erweiterung des Kohleterminals Abbot Point und die Erweiterung des Projekts Kooragang Island T4 von Port Waratah Coal Service im Wert von 5 Mrd. AUD.

Der australische Bergbauboom ist in letzter Zeit auf Grund der fallenden Rohstoffpreise ins Stocken geraten. Der monatliche Rohstoffpreisindex der australischen Notenbank fiel im August gegenüber dem Vorjahr um 18,5% und verzeichnete damit den stärksten Rückgang sei der großen Finanzkrise.

Angeführt wurden die Preisrückgänge von Eisenerz und Kokskohle, die die wichtigsten Exporte des australischen Bergbausektors nach China darstellen. Der Eisenerzpreis ist in den vergangenen zwölf Monaten um rund 50% auf unter 90 USD pro Tonne gefallen. Damit erreichte er ein Dreijahrestief.

Spekulationen über einen Abschwung im australischen Rohstoffsektor waren in den letzten zwei Wochen lauter geworden, nachdem Rohstoffminister Martin Ferguson öffentlich erklärte, dass der Bergbauboom zu Ende sei – auch wenn er diese Aussage später abmilderte.
 

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