Chinas Neuordnung bei der wirtschaftspolitischen Ausrichtung

Lange Jahre ist China den aggressiven Weg einer Investitionspolitik gegangen. Lt. Michael Pettis, Finanzprofessor an der Universität Peking scheinen sich nun Zeichen einer Neuordnung zu mehren. Er meint dazu, dass darüber bereits in den letzten Jahren zwar öfters berichtet wurde, aber, da er keine Zeichen der Umsetzung sah, er dies stets bestritten hätte. Nun aber seien für ihn allerdings Zeichen erkennbar, die ihm sagten, dass tatsächlich China den Weg der reinen Investitionspolitik bereits verlassen hätte und sich mehr dem Konsummarkt im eigenen Lande zuwendet.

Die Wachstumsrate des zweiten Quartals 2012 sei, so führte er weiter aus, mit 7,9% die schlechteste seit 2009. Dieses Nachlassen der Steigerungen macht ein Umdenken dringend notwendig. Auch wenn er Befürchtungen hegt, dass dieses wirtschaftliche Umschwenken zu Komplikationen führen könnte, denn dies wäre nicht kompatibel zu den hohen Erwartungen der Wirtschaftssteigerungen und der niedrigen Zinssätze.

Er sieht jedoch auch positive Aspekte, da eine Zuwendung zu mehr Binnenmarkt besser vor inländischen Problemen schützt und darüber hinaus auch dem Wohlstand des Volkes zugute kommt.

Probleme sieht er jedoch bei den Ländern, die bislang China als Hauptabnehmer ihrer geförderten Rohstoffe ansahen. Wie würde dies sich auf den globalen Rohstoffmarkt auswirken?

Seiner Meinung nach würde dieser Trendwechsel vorübergehend den internationalen Bedarf, von dem derzeit ein großer Teil nach China importiert wird, und somit auch die Preise der jeweiligen Rohstoffe erhöhen. Danach aber durch vermehrte Angebote die Preise längerfristig wieder sinken lassen.

Länder wie Australien oder Brasilien, die große wirtschaftliche Erfolge mit ihren Exporten nach China machen, werden künftig davon besonders betroffen sein und deren fette Jahre des Exportes wären dann vorbei.

Dies ist zwar nur die Meinung eines inländischen Finanzexperten der Universität Peking, könnte aber vorausblickenden Investoren zur Mahnung gereichen, dass das goldene Kalb China nicht bis in alle Ewigkeit als gesicherter Importeur der restichen Welt zur Verfügung stehen wird.

Welche Maßnahmen im Besonderen derzeit von der Regierung bearbeitet werden ist zwar noch nicht öffentlich bekannt, aber wir werden diesen Trend weiter verfolgen, denn für jeden Investor der Rohstoffbranche sind solch grundlegenden Änderungen, so sie tatsächlich in aller angedachten Schärfe kommen, wichtige Entscheidungshilfen.

Wer China kennt, weiß, dass die Regierung Maßnahmen rasch und beinahe diktatorisch umsetzt. Wie die Umsetzung des Trendwechsels erfolgen wird und welche Veränderungen sich am Gesamtmarkt dadurch ergeben werden, darauf dürfen wir gespannt sein.

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