Normalerweise kennt man aus chinesischem Munde vor allem positive Meldungen. Alles läuft gut, die Ziele sind erreichbar, es gibt keine Probleme. Jetzt kommt aus dem Reich der Mitte jedoch eine Art von Alarm- und Weckruf. Ein Analyst der staatsnahen Eisen- und Stahlvereinigung macht deutlich, dass die Stahlproduktion des Landes im laufenden Jahr stagnieren oder sogar zurückgehen werde. Vor allem im zweiten Halbjahr soll es ein klares Minus bei der Nachfrage geben.

Dass die Situation bedrohlich ist, zeigen auch die jüngsten Gewinndaten. Die Eisen- und Stahlindustrie erleidet einen regelrechten Gewinneinbruch Der Gewinn sinkt im ersten Halbjahr verglichen mit 2011 um 95 Prozent. Doch die Stahlproduzenten wollen ihre Produktion nicht anpassen. Sie fertigen auf Halde, um den Vorgaben gerecht zu werden. Auch werden sie häufig von den Behörden zur weiteren Produktion ermutigt. Diese will die Statistiken nicht verschlechtern, man will der Zentralregierung in Peking ein solides Wachstum vorspielen. Die Realität sieht anders aus.

Dies hat auch Pimco erkannt. Dort sieht man den Höhepunkt bei der Stahlnachfrage Chinas erreicht. Dies kann auf die Stahl- und auf die Eisenerzpreise drücken. Schon jetzt fällt der Stahlfuture in Shanghai, wahrscheinlich den fünften Monat in Folge. Und auch der Erzpreis sinkt weiter ab. Die Zeichen aus China sind zu negativ.

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