Erst vergangene Woche hatte der größte Kaliproduzent der Welt Potash Corp. (WKN 878149) mitgeteilt, man werde die Produktion auf einer seiner Minen für einen Monat aussetzen. Gleichzeitig hatte der brasilianische Bergbaukonzern Vale angekündigt, die Entwicklung einer neuen Kalimine in Saskatchewan vorerst aufzuschieben. Spekulationen, dass auch die größte Bergbaugesellschaft der Welt BHP Billiton (WKN 908101) den Bau ihrer gigantischen Kalimine Jansen verschieben wird, tritt nun ein Minister der Provinzregierung von Saskatchewan entgegen.

Bill Boyd, Wirtschaftminister der kanadischen Provinz, erklärte gegenüber BNN TV, dass er nicht erwarte, dass BHP sein Projekt verschiebe. Man höre im Gegenteil, dass der Konzern die Arbeiten vorantreibe und das Projekt als sehr positiv bezeichne. Boyd rechnet damit, dass BHP sich bereits in naher Zukunft zu seiner Vorgehensweise äußern wird und zwar in Tagen, nicht in Wochen. Von BHP selbst gibt es dazu derzeit keinen Kommentar.

BHPs Jansen-Mine wäre mit einer geplanten Produktion des Düngemittels von 8 Mio. Tonnen pro Jahr die größte Kalimine der Welt. Allerdings sind einige Analysten der Meinung, dass Jansen eines von drei Megaprojekten ist, bei denen der Konzern über eine Verschiebung nachdenkt.

Die deutsche K+S AG (WKN KSAG88) hingegen hat erst im Juni den ersten Spatenstich auf einer neuen Mine in Saskatchewan getan, wo außer Potash Corp auch Agrium Inc und Mosaic Co Kali abbauen. Kanada verfügt über mehr als 40% der Kalireserven weltweit.
 

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