Es wird spannend beim Goldpreis. Der Kurs der Feinunze des begehrten Edelmetalls arbeitet sich langsam aber sicher aus seinem charttechnischen Abwärtstrend wieder nach oben. Seit Mitte Mai ist zudem ein sanfter Aufwärtstrend zu sehen, der den Goldpreis bisher aber noch nicht über den entscheidenden breiten Widerstandsbereich unterhalb von 1.641 Dollar gehoben hat.

Das ist kurzfristig die Signalmarke, die es für die Feinunze zu knacken gilt. Derzeit notiert der Goldpreis nicht weit entfernt unter dieser Marke. Kurse um 1.625 Dollar sind das untere Ende der genannten Widerstandszone. Es bedarf da keines riesigen Impulses, um dem Goldpreis einen massiven Kursschub zu ermöglichen. Gelingt der Ausbruch, kann es in Richtung 1.700 Dollar gehen, eventuell sogar wieder das Jahreshoch unterhalb von 1.791 Dollar in den Blick kommen. Gelingt der Break, wäre die Regel wieder einmal bestätigt, dass die zweite Jahreshälfte für den Goldpreis die saisonal bessere ist.

Mittlerweile mehren sich die Gründe, warum Gold im Wert wieder klarer gewinnen könnte. Neue Nachfrage dürften die Festivitäten rund um den Globus generieren, die im zweiten Halbjahr üblich sind – allen voran gilt dies für Indien. Zudem scheinen weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen internationaler Notenbanken nur eine Frage der Zeit zu sein. Die Wirtschaft zeigt sich weltweit noch zu schwach, als dass die Notenbanker tatenlos zusehen können. Nicht zuletzt bleiben im Euro-Raum die Risiken alles andere als klein. Es ist ein explosiver Mix für den Goldpreis – nur der charttechnische Knoten muss noch platzen.