Die größten Bergbaufirmen Perus haben im zweiten Quartal einen deutlichen Rückgang des Nettogewinns erlitten – vor allem auf Grund niedriger Metallpreise. Das südamerikanische Land ist der zweitgrößte Kupfer- und Silberproduzent der Welt und liegt auch bei Gold, Zink, Zinn und anderen Rohstoffen weit vorn. Die niedrigeren Gewinne der großen peruanischen Minenfirmen waren zwar erwartet worden, lagen aber auf Grund der im zweiten Quartal weiter gestiegenen Kosten unter den Erwartungen der Analysten.

Der Edelmetallproduzent Compania de Minas Buenaventura (WKN 900844) beispielsweise meldet am vergangenen Dienstag einen Rückgang des Nettogewinns des zweiten Quartals um 23% auf 152,6 Mio. Dollar. Verantwortlich waren dafür nach Aussage des Unternehmens höhere Kosten auf den nicht operativ tätigen Minenliegenschaften und gestiegene Explorationsausgaben.

Auch der Industriemetallproduzent Southern Copper (WKN A0HG1Y) teilte Ende vergangener Woche mit, dass der Nettogewinn des zweiten Quartals um 14% auf 564 Mio. Dollar zurückging. Der niedrigere Kupferpreis glich dabei den Anstieg des Absatzvolumens mehr als wieder aus. Der Kupferproduzent Sociedad Minera Cerro Verde (WKN A0NAQ4) musste sogar einen Gewinnrückgang von 49% auf noch 173,9 Mio. Dollar hinnehmen, da nicht nur der Kupferpreis, sondern auch die Produktion des roten Metalls fiel.

Analysten glauben aber, dass sich die Ergebnisse von Cerro Verde im zweiten Halbjahr erholen dürften, da die Produktion dann wieder steigen sollte. Zudem sind die Experten der Ansicht, dass der Kupferpreis zum Jahresende steigen wird, da die chinesischen Stimulusmaßnahmen Auswirkung auf die Realwirtschaft zeigen sollten.

Die niedrigeren Metallpreise zogen auch den Gewinn des Silber- und Bleiproduzenten Volcan Compania Minera (WKN 625947) nach Unten. Dieser teilte am vergangenen Dienstag mit, dass der Nettogewinn des zweiten Quartals noch 35,2 Mio. Dollar erreichte. Das stellt ein Minus von 62% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar. Neben den gesunkenen Preisen machte Volcan auch höhere Kosten auf Grund der starken peruanischen Währung für diese Entwicklung verantwortlich.
 

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