Der australische Kupferproduzent Tiger Resources (WKN A0CAJF), der die Kupfermine Kipoi in der Demokratischen Republik Kongo betreibt, hat im zweiten Quartal des laufenden Jahres einen Bruttocashflow von 32,079 Mio. USD erzielt. In den ersten drei Monaten 2012 hatte dieser noch bei 27,924 Mio. USD gelegen. Nach Abzug der Kosten für Exploration (5,401 Mio. USD) sowie Produktion (19,186 Mio. USD), Verwaltung (1,041 Mio. USD) und anderen Kosten bleibt bei Tiger aus dem operativen Geschäft noch ein Nettocashflow von 5,935 Mio. USD hängen. Im ersten Quartal 2012 hatte der Nettocashflow noch 6,923 Mio. USD betragen. Damals hatten allerdings auch die Ausgaben für die Exploration (3,739 Mio. USD) und die Produktion (16,277 Mio. USD) deutlich niedriger gelegen.

Nach Einbeziehung der Investmentaktivitäten verbleibt Tiger im abgelaufenen Quartal ein Cashflow von 4,803 Mio. USD, während es in den ersten drei Monaten 5,636 Mio. USD waren. Damit stiegen die liquiden Mittel des Unternehmens von 9,630 Mio. USD zum Ende des ersten Quartals auf nun 14,424 Mio. Dollar. Zudem stehen noch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12,4 Mio. USD aus (1. Quartal: 4,0 Mio. USD) und liegt noch Konzentrat, das zum Verkauf bereit steht, im Wert von 4,2 Mio. USD bereit.

Operativ lief es im zweiten Quartal bei Tiger auf jeden Fall rund. Das Unternehmen verarbeitete 264.866 Tonnen Erz – 117% über der ursprünglich erwarteten Kapazität – mit einem durchschnittlichen Gehalt von 6,83% Kupfer, während es in den drei Monaten davor 230.805 Tonnen mit durchschnittlich 6,57% waren. Auch die Gewinnungsrate stieg und zwar von 51 auf 56,5%, sodass die Konzentratproduktion von 37.506 auf 42.101 Tonnen zulegte und das darin enthaltene Kupfer von 7.733 auf 10.233 Tonnen wuchs. Gleichzeitig fielen auch die durchschnittlichen Cashkosten pro Tonne von 0,72 USD auf nun noch 0,64 USD.

Abgesetzt hat Tiger im zweiten Quartal 43.726 Tonnen Konzentrat nach 32.506 Tonnen in den ersten drei Monaten, was 5.501 Tonen Kupfer entspricht (1. Quartal 3.446 Tonnen). Der Umsatz stieg damit von 27,134 auf 40,530 Mio. USD. Allerdings fiel der durchschnittliche Kupferpreis, den Tiger erzielen konnte, im zweiten Quartal auf 7.368 USD pro Tonne, während man im ersten Quartal 2012 noch 7,874 USD je Tonne Kupfer erlöste.

Gleichzeitig kommen die Arbeiten an der endgültigen Machbarkeitsstudie für die zweite Produktionsphase auf Kipoi, in der hochwertiges Elektrolytkupfer produziert werden soll, nach Aussage des Unternehmens gut voran. Wie Tiger mitteilte, hätten metallurgische Tests bislang angedeutet, dass man mit der Haufenlaugung durchschnittliche Gewinnungsraten von 85% erzielen könnte, während in der Studie zur vorläufigen Bewertung der Wirtschaftlichkeit des Projekts (PEA) noch von einer Gewinnungsrate von 82,5% ausgegangen wurde.

Die Optimierung der nötigen Investitionsaufwendungen für die zweite Phase der Produktion laufen parallel zu den Ressourcen- und Reservenaktualisierungen, die für die Machbarkeitsstudie vorgenommen werden. Das Management von Tiger ist zudem zuversichtlich, dass die erwarteten operativen Kosten seit Veröffentlichung der PEA um weniger als 10% gestiegen sind. Der Zeitplan für die Fertigstellung der Machbarkeitsstudie, so das Unternehmen, hänge davon ab, wann man die letzten Ergebnisse der Bohrungen für die Aktualisierung der Reserven- und Ressourcenkalkulation erhält. Finanzielle Modelle würden aber auf einen starken Ausgang sowie auf ein Minenleben von wahrscheinlich mehr als zehn Jahren auf Basis der erwarteten Ressourcen hindeuten.

Insgesamt hat Tiger Resources unserer Ansicht nach ein starkes zweites Quartal hingelegt, auch wenn der Nettocashflow unter dem des ersten Quartals liegt. Das aber dürfte zum Großteil am niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreis liegen, den Tiger nicht oder kaum beeinflussen kann.
 

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