Eigentlich tragen die Seltenen Erden ihren Namen nicht deshalb, weil sie selten sind. Der Name ist zur Zeit der Entdeckung definiert worden. Damals wurden die Rohstoffe in seltenen Mineralien erstmals gefunden. Doch heute könnte der Name Realität werden, zumindest was die schweren Erden, z.B. Dysprosium, Terbium und Europium angeht. Hier sehen Analysten in den kommenden Jahren ein Problem beim Angebot. Die Rohstoffe werden in vielen Industriebereichen genutzt. Sei es beim Autobau, bei Windturbinen oder bei Kommunikationsgeräten. Die Nachfrage steigt ständig an, die Angebotsseite wächst nicht in diesem Maße.

Experten streiten sich, wie viele dieser Erden es weltweit im Erdreich noch gibt. US-Behörden glauben, dass China fast die Hälfte der weltweiten verfügbaren Seltenen Erden in seinem Boden hat. Man spricht von 55 Millionen Tonnen. Chinesische Quellen machen unterschiedliche Angaben. Derzeit klagt man in dem asiatischen Land, dass die hohe Nachfrage die Reserven deutlich schmelzen lässt. Deshalb bietet man vor allem Junior Explorern an, die Suche nach den Erden weltweit mit chinesischem Knowhow zu unterstützen.

Für Experten ist klar, dass die Branche der Seltenen Erden wieder zu neuen Höhenflügen ansetzen wird. Die Knappheit wird sich ausdehnen, die Förderung in Regionen außerhalb Chinas wird noch lange ein Schattendasein führen. Das sollte auch auf Produzenten und Explorer von Seltenen Erden positive (Kurs-)Auswirkungen haben.