Obwohl die Welt immer näher zusammenrückt, gibt es noch unentdeckte Flecken auf der großen Rohstoffkarte. Ein südostasiatisches Land gehört zu diesen bisher vergessenen Regionen. Bei Kambodscha denkt die Mehrheit der Befragten an die Hauptstadt Phnom Penh, an die Tempelanlage von Angkor und an die Roten Khmer. Viel mehr kennt man meist nicht von dem Land, in dem 14 Millionen Einwohner auf 180.000 Quadratkilometer, also auf einer Fläche halb so groß wie Deutschland, leben. Eingezwängt zwischen Vietnam, Laos und Thailand taucht es bei großen Rohstoffunternehmen bisher nicht in den Projektlisten auf. Doch das könnte sich ändern. Denn Experten glauben, dass das Land große Rohstoffschätze besitzt.

Die geologischen Gegebenheiten in Kambodscha ähneln denen im benachbarten Laos. Dort gibt es eine große Kupfermine und eine produzierende Goldmine. Das legt den Schluss nahe, dass auch in Kambodscha diese Rohstoffe vorkommen können. Es wird zudem vermutet, dass im Norden auch Kohle, Bauxit und Phosphate zu finden sind.

Weitere Indizien für lohnende Abbaustellen ergeben sich durch die Bemühungen von Einheimischen. An verschiedenen Stellen, vor allem an den Grenzen zu Thailand und Vietnam, bauen Dorfbewohner mit einfachen Mitteln Edelsteine und Gold ab. Dieser Kleinstbergbau wird von den Behörden toleriert, ist jedoch häufig umweltbelastend.

Noch gibt es kaum Unternehmen, die große Explorationen in Kambodscha tätigen wollen. Dabei sind die Voraussetzungen gegeben. Es gibt im Land mehrere Bohrgesellschaften und auch Analyselabors, die Bodenproben nach internationalen Standards untersuchen können. Arbeitskräfte, oft ein Problem für Explorationsarbeiten, sind verfügbar. Die Infrastruktur verbessert sich immer weiter.

Ein wichtiger Punkt ist die Bergbaupolitik des Landes. Die Regierung würde es begrüßen, wenn der Bergbausektor verstärkt würde. Man hat sich bereits in andern Ländern entsprechend erkundigt und will Unternehmen ermutigen, Kambodscha näher unter die Lupe zu nehmen. Entsprechend unternehmerfreundlich sind die Bergbaugesetze, die mit Hilfe von ausländischen Experten formuliert wurden.

Beobachter fühlen sich in dem Land an Kolumbien erinnert. Vor 15 Jahren gehörten die Südamerikaner ebenfalls noch nicht zu den Nationen, die mit Bergbau in Verbindung gebracht werden. Heute ist die Goldförderung ein fester Bestandteil des kolumbianischen Wirtschaftslebens. So mancher Verantwortliche in Kambodscha träumt davon, dass sich dieses südamerikanische Märchen in seinem Land wiederholt.

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