Der australische Kupferproduzent Altona Mining (WKN A1C15Y) befindet sich derzeit in Preisverhandlungen mit dem Schweizer Bergbaugiganten Xstrata (WKN 552834), der 51% am Roseby-Projekt des kleineren Unternehmens erwerben will. Nun hat Altona seine Position in den Verhandlungen noch einmal gestärkt: Mit einer neuen Ressourcenschätzung steigt die Kupferressource auf der Liegenschaft um 15%.

Dieser Anstieg setzt sich zusammen aus einem Anstieg des in der Lagerstätte Blackard enthaltenen Kupfers um 85% auf 475.000 Tonnen und des in der Lagerstätte Scanlan enthaltenen Kupfers um 16% auf 143.000 Kupfers. Damit liegt die Gesamtressource des Roseby-Projekts nun bei 249 Mio. Tonnen bei 0,6% Kupfer und 0,05 Gramm Gold pro Tonne

Blackard ist somit allein bereits eine signifikante Lagerstätte, die rund sechs Kilometer südlich der geplanten Verarbeitungsanlage der Little Eva-Lagerstätte liegt. Im Mai hatte Altona eine endgültige Machbarkeitsstudie zu Little Eva und den anderen Kupfer- und Goldlagerstätten auf dem Roseby-Projekt veröffentlicht. In dieser Studie wurde aber eine mögliche Verarbeitung der Vorkommen von Blackard und fünf anderer, ähnlicher Lagerstätten nicht berücksichtigt. Für Little Eva allein geht die Machbarkeitsstudie von einer Kupferproduktion von rund 39.000 Tonnen Kupfer in Konzentrat pro Jahr aus.

Blackard, Scanlan und die anderen Lagerstätten, die ausschließlich Kupfer enthalten, verfügen zusammen über eine Ressource von 125,4 Mio. Tonnen bei 0,64% Kupfer und damit über 782.000 Tonnen des roten Metalls. Diese Lagerstätten enthalten sowohl Sulfidvererzung als auch Reinkupfervererzung. Nun soll eine Studie untersuchen, wie der Abbau und die Verarbeitung diese Lagerstätten am besten erfolgen könnte.

Das Sulfiderz kann einfach auf der Little Eva-Anlage verarbeitet werden. Das Reinkupfer könnte dort ebenfalls verarbeitet werden, dies würde aber lediglich Gewinnungsraten von 50 bis 60% erbringen. Eine andere Option wäre die Haufenlaugung, wobei man statt Säure Ammoniak einsetzen würde. Erste Tests haben nach Aussage des Unternehmens exzellente Gewinnungsraten für eine Ammoniaklaugung erbracht. Die Ausbeutung von Blackard und der anderen Lagerstätten, die ausschließlich Kupfer enthalten, könnte, so Altona Mining, zu einer deutlichen Anhebung der Produktion auf dem Roseby-Projekt führen.

Der Anstieg der Ressource auf Blackard und Scanlan beruht auf der Einbeziehung von insgesamt 67 Bohrungen, die zwischen 2007 und 2011 durchgeführt wurden, in die Schätzung. Die bisherige Schätzung für Blackard belief sich auf 46,5 Mio. Tonnen mit 0,63% Kupfer. Die alte Scanlan-Schätzung betrug 19,6 Mio. Tonnen mit 0,68% Kupfer.

Schon an und für sich ist die heutige Nachricht von Altona Mining eine positive Entwicklung. Unserer Ansicht nach verbessert der Anstieg der Roseby-Ressourcen aber auch die Verhandlungsposition von Altona Mining in den Gesprächen mit Xstrata. Nun bleibt abzuwarten, auf welchen Preis sich die potenziellen Partner einigen bzw. welchen Preis ein unabhängiger Experte aufruft, falls es zu keiner Einigung kommen sollte.
 

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