Der japanische Premierminister Yoshihiko Noda hat das Moratorium zu Nutzung von Atomstrom in der vergangenen Woche aufgehoben. Wie die Businessweek berichtet, wurden die Arbeiten zur Inbetriebnahme der ersten Reaktoren am Wochenende aufgenommen. Wie es heißt, werden zunächst zwei Reaktoren von Kansai Electric Power wieder hochgefahren, da sie der Belieferung einer wichtigen Industrieregion dienen, die ansonsten im Sommer mit Stromausfällen zu rechnen gehabt hätte.

Japan verfügt über 54 Reaktoren, die rund ein Drittel der Energie des Landes liefern. Nach dem Tusnami, der die Anlagen von Fukushima zerstörte, was zu einer Kernschmelze führte, wurden alle Reaktoren erst einmal stillgelegt.

Wie eine Studie zur globalen Energienutzung von BP besagt, fiel daraufhin im vergangenen Jahr die Nutzung von Atomenergie um 4,3%. Das ist der größte Rückgang aller Zeiten, so die Studie. Japan senkte die Nutzung von Atomstrom um 44,3%, während Deutschland die Atomenergienutzung um 23,3% reduzierte.

Der Spotpreis für Uran liegt seitdem zwischen 50 und 55 USD pro Pfund und damit deutlich unter den 66,50 USD, die vor der Tragödie in Japan bezahlt werden mussten. Doch die Analysten der kanadischen Scotiabank sagen voraus, dass sich der Uranreis 2013 wieder erholen wird.

Denn abgesehen von den Entwicklungen in Japan und der Tatsache, dass ein Abkommen zwischen den USA und Russland ausläuft, das beinhaltete, das Russland abgereichertes Uran aus Nuklearwaffen zur Verfügung stellt – was 24 Mio. Pfund Angebot von den westlichen Märkten verschwinden lassen wird – plant China nach einer Prüfung seiner Anlagen ein neue Programm zum Bau weiterer Reaktoren. Das sollte nach Ansicht der Experten den Preis für Uranoxid (U3O8) stützen.

Der langfristige Uranpreis scheint sich bereits zu bewegen. Der Markt scheint von Preisen um die 70 USD pro Pfund später in diesem Jahrzehnt auszugehen. Experten erwarten, dass die Nachfrage nach Urankonzentrat bis 2020 von aktuell 173 auf dann 225 Mio. Pfund steigen könnte. Das wären 3,3% Wachstum pro Jahr. Dafür wären erhebliche Anstrengungen bei der Entwicklung neuer Minen von Nöten, was zurzeit allerdings auch erhebliche Kosten verursachen würde. Deshalb könnte bereits 2014 ein Angebotsdefizit entstehen, hieß es.
 

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