Die australische OZ Minerals (WKN A0Q657) hat auf der Suche nach einem neuen Projekt außerhalb ihrer südaustralischen Kupfer- und Goldliegenschaften einen Deal über ein fortgeschrittenes Kupfer- und Molybdän in Chile abgeschlossen. Die Übereinkunft mit der kanadischen International PBX Ventures soll Oz eine 90%-Beteiligung an dem Copaquire-Projekt verschaffen. Dafür zahlen die Australier 90 Mio. USD in bar und verpflichten sich, Bohrungen im Umfang von 30.000 Metern vorzunehmen.

PBX beschreibt Copaquire als fortgeschrittenes Explorationsprojekt, das sich über mehr als 2.000 Hektar eines großen Kupfer- und Molybdänporphyrsystems erstreckt. In der Region liegen 30 Kupfer- und Molybdänporphyrlagerstätten, darunter das Quebrada Blanca-Projekt von Teck Resources und die Collahuasi-Minen von Xstrata/Anglo American. Diese sind nur 15 Kilometer von Oz Minerals’ neuer Liegenschaft entfernt.

Oz versucht sein Portfolio über die Kupfer- und Goldmine Prominent Hill hinaus auszuweiten, seitdem man im Zuge der Finanzkrise 2009 alle anderen Assets an die chinesische Minmetals veräußerte. Im vergangenen Jahr erwarb das australische Unternehmen das Kupfer- und Goldprojekt Carrapateena in Südafrika für 250 Mio. USD. Doch wie Copaquire ist auch Carrapateena noch weit davon entfernt, ein langfristiger Ersatz für Prominent Hill zu werden.

Das Unternehmen hat 750 Mio. Dollar für eine Akquisition vorgesehen, um das Projektportfolio weiter aufzuwerten, muss aber erst noch ein Projekt finden, das passt und in diesem Budget liegt. Oz Minerals’ Managing Director Terry Burgess erklärte auf der Jahreshauptversammlung des Unternehmens, dass man sehr aktiv auf der Suche nach einer Akquisition sei.

Man habe PBX bereits seit einigen Jahren beobachtet. Das jetzt erworbene Projekt werde zwar kurzfristig zur Kupferproduktion beitragen, aber zu moderaten Kosten die Projektpipeline auf lange Sicht ausbauen.

Darüber hinaus teilte das Unternehmen mit, dass die Kupferproduktion auf Prominent Hill 2012 am unteren Ende der bislang ausgegebenen Prognosen liegen werde. Diese lauten auf 110.000 bis 130.000 Tonnen Kupfer. Dies sei auf den höheren Abbau von Abraum im laufenden Jahr zurückzuführen, so Oz weiter.

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