Mit Newcrest Mining hat einer der weltweit größten Goldproduzenten seine Prognose für die Goldförderung im laufenden Jahr gekürzt. Im schlimmsten Fall fällt die Förderung um rund 0,3 Millionen Unzen niedriger aus als bisher geplant. Newcrest Mining erwartet nun, 2012 rund 2,25 Millionen bis 2,35 Millionen Unzen Gold zu fördern. Die vorherige Förderprognose des australischen Unternehmens lag bei 2,43 Millionen bis 2,55 Millionen Unzen Gold. Im ersten Quartal hat man allerdings lediglich 0,53 Millionen Goldunzen aus dem Boden geholt, 8 Prozent weniger als zuvor. Die kommenden Quartale brauchen daher eine Verbesserung, um selbst die reduzierten Prognosen zu treffen.

Es sind keine guten Nachrichten für Goldkäufer, denn unter einem der beiden Hintergründe der Kürzung könnten auch andere Förderer leiden. Schwere Regenfälle in Australien haben die Produktion des Konzerns behindert. Ein anderes Problem dagegen ist hausgemacht: Zu geringe Investitionen bei Verarbeitungsanlagen des Lihir-Projektes in Papua-Neuguinea haben zu Produktionsunterbrechungen geführt.

Während der Goldpreis kurzfristig vor allem an den Neuigkeiten rund um die europäische Schuldenkrise hängt, könnten derartige Meldungen sich über den Tag hinaus kurssteigernd beim Gold auswirken – insbesondere wenn die Förderung auch bei anderen Minenbetreibern geringer als erwartet ausfällt. Für eine Trendwende nach oben hat es beim Goldpreis aber bisher nicht gereicht. Immerhin hat sich der Goldpreis zuletzt oberhalb von 1.612/1.623 Dollar stabilisieren können.