Kolumne von Björn Junker

Silber - Mittelfristige Hoffnung

Kurzfristig bleibt der Silberpreis unter Druck. Auf mittlere Sicht erkennen Experten jedoch Erholungstendenzen.Ende Februar kostete eine Unze Silber mehr als 37 Dollar. Inzwischen wird Silber für rund 31,50 Dollar je Unze gehandelt. Die Tendenz ist weiter dabei fallend. Daran wird sich nach Ansicht von David Jollie, Analyst bei Mitsui und Co., kurzfristig nichts ändern. Er zeigt sich für die nahe Zukunft wenig optimistisch, was den Silberpreis angeht.

Dafür macht der Experte mehrere Gründe verantwortlich. Die Nachfrage nach Silber hat sich zuletzt reduziert. Hier machen sich die Probleme in verschiedenen Industriebereichen bemerkbar. So gibt es Schwankungen im Photovoltaikmarkt. Aber auch in anderen Branchen ist die Nachfrage noch nicht auf dem Vorjahresniveau angekommen. Die konjunkturellen Auswirkungen sind so konkret am Silbermarkt spürbar. Dies zeigt sich auch an der Börse in Shanghai. Dort liegen die Handelsvolumen für Silber derzeit unter dem Durchschnitt.

Während die Nachfrage nicht anzieht, ist beim Angebot ein klares Plus zu spüren. Sowohl die Silberminen als auch die Minen, bei denen Silber als Nebenprodukt von Gold und Kupfer abgebaut wird, steigern ihren Ausstoß. Hier kann sich im Jahresverlauf demnach ein klarer Überhang beim Silberangebot ergeben.

Für das verbleibende Jahr ist Jollie dagegen positiver gestimmt. Er erkennt eine Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Situation. Der Ausblick wird erfreulicher, die Industrieproduktion sollte anziehen, was eine höhere Nachfrage nach Silber bedeutet. Mittelfristig sollte es mit dem Silberpreis somit wieder nach oben gehen. Genaue Zahlen nennt der Experte jedoch nicht. Kurzfristig scheint dagegen aus Analystensicht ein weiterer Rückgang möglich zu sein.

Der Blick auf die charttechnische Lage beim Silber: Der Preis der Feinunze steht seit Ende Februar unter Druck, der Kurs ist von 37,50 Dollar bis in die Zone oberhalb von 31 Dollar gefallen. In diesem Bereich versucht sich die Notierung seit dem 22. März an einer Bodenbildung, die bisher aber nicht abgeschlossen wurde. Zunächst allerdings ist es gelungen, die Abwärtsbewegung zu unterbrechen. Gelingt der Feinunze Silber nun noch ein Sprung über 33,29 Dollar, könnte auch der übergeordnete Trendpfeil wieder nach oben weisen. Ein Rutsch unter 31 Dollar lässt Silber bereits ab 30,68 Dollar auf weitere Unterstützungszonen treffen, die bis in den Bereich um 29,45/29,75 Dollar reichen.
 

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