Chile will seine führende Stellung in der globalen Bergbauszene weiter ausbauen. Schon jetzt ist das Land der größte Kupferproduzent der Welt. 2011 wurden in dem lateinamerikanischen Staat 5,2 Millionen Tonnen Kupfer gefördert. Das entspricht rund einem Drittel der weltweiten Nachfrage. Diese Position will das Land festigen und ausbauen. In den kommenden acht Jahren soll sich die Kupferproduktion auf jährlich 7,5 Millionen Tonnen erhöhen. Vor allem die staatseigene Codelco ist dabei in der Pflicht. Codelco arbeitet an verschiedenen Großprojekten, um den eigenen Kupferausstoß weiter zu erhöhen. Dafür will man bis 2020 bis zu 17 Milliarden Dollar investieren. Geplant ist dann eine jährliche Förderung von 2,1 Millionen Tonnen Kupfer in den Minen von Codelco.

Andere Bergbaukonzerne stehen dem in ihren Investitionsplänen kaum nach. In den vergangenen Monaten mussten entsprechende Schätzungen mehrfach angehoben werden. Inzwischen gehen Marktbeobachter davon aus, dass in Chile bis 2020 etwa 100 Milliarden Dollar in den Bergbausektor investiert werden. Mehr als 75 Prozent der Summe soll dabei von privaten Unternehmen kommen. Genannt werden in diesem Zusammenhang BHP Billiton, Xstrata, Anglo American und Barrick. Neben der Förderung von Kupfer wird das Augenmerk der Unternehmen ebenfalls auf der Produktion anderer Rohstoffe liegen. Dazu zählen Gold, Silber und Molybdän.