Die Rohstoffwoche: Codelco, Hummingbird, Vale, Alamos Gold, Argonaut Gold, Madison Metals

Die Rohstoffwoche: Codelco, Hummingbird, Vale, Alamos Gold, Argonaut Gold, Madison Metals picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Eduardo Verdugo

Codelco hat im vergangenen Jahr 8,4 % weniger Kupfer produziert und 26 % weniger verdient, sieht sich aber auf dem richtigen Weg. Auf den möchte auch Hummingbird Resources am liebsten sofort zurückkehren: Die geplante kommerzielle Produktion in der Kouroussa Goldmine in Guinea verzögert sich. Vale indes übt ein Vorkaufsrecht aus und erwirbt die restlichen 45 % an Alianca Energia, deren Energieproduktion ohnehin schon in wesentlichen Teilen selbst verbraucht wird. Alamos Gold übernimmt derweil Argonaut Gold und erhofft sich von dem Kaufpreis in Höhe von 325 Mio. USD Synergieeffekte im Umfang von 515 Mio. USD. Und Madison Metals kann eine Privatplatzierung erfolgreich abschließen und sich dem Bohrprogramm beim Uranprojekt Khan zuwenden. Die Rohstoffwoche im Überblick.

Codelco erwartet Anstieg der Kupferproduktion

Das chilenische Staatsunternehmen Codelco hat am Donnerstag Zahlen vorgelegt. So wurden im vergangenen Jahr 1.324.554 t Kupfer produziert – ein Rückgang um 8,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies wird mit Schwierigkeiten in einigen Lagerstätten (El Teniente, Chuquicamata, Ministro Hales, Rajo, Andina) begründet.

Das EBITDA 2023 erreichte 4.184 Mio. USD und lag damit 26 % niedriger als ein Jahr zuvor. Codelco begründet dies mit geringeren Verkäufen von Kupfer und Molybdän sowie steigenden Kosten. So stiegen die direkten Kosten (C1) um 22,8% auf 203,1 US-Cents pro Pfund. Die Nettokathodenkosten (C3) erreichten unterdessen 335,1 US-Cents pro Pfund und stiegen damit um 18,6 %.

Der Codelco Vorstandsvorsitzende Rubén Alvarado stufte 2023 als "sehr schwieriges Jahr" bei Betrieb und Produktion ein – aber auch als "tiefsten Teil eines produktiven Tals". Für die Zukunft rechnet Alvarado mit einer allmählichen Erholung und einer Produktion von 1,7 Mio. t Kupfer zum Ende des Jahrzehnts.

Hummingbird Resources meldet Verzögerungen bei Kouroussa Goldmine

Hummingbird Resources (WKN: A1H57G, GB00B60BWY28) musste am Donnerstag über Verzögerungen bei der Kouroussa Goldmine in Guinea vermelden. Die kommerzielle Produktion wird nicht mehr im ersten Quartal erreicht werden, nachdem der Partner Corica Mining Services die Bergbauaktivitäten am 17. März 2024 eingestellt hatte.

Das Management von Hummingbird führt intensive Gespräche mit Corica, anderen potenziellen Partnern sowie Lieferanten und Banken, konnte bislang aber keine Lösung herbeiführen. Für die kommerzielle Produktion ist eine Sprengung erforderlich, die Zugang zu höherwertigem Erz schaffen soll.

Vale übernimmt verbleibende 45 % an Alianca Energia für 541 Mio. USD

Vale (WKN: 897136, ISIN: BRVALEACNOR0) kündigte am Mittwoch die Übernahme des 45 % umfassenden Anteils an Alianca Energia vom bisherigen Eigentümer Cemig GT an. Nach Abschluss der Transaktion wird Vale 100 Prozent des Kapitals von Aliança Energia halten. Vale übt dazu ein bestehendes Vorkaufsrecht aus und zahlt für die Übernahme der Anteile 2,7 Mrd. BRL (ca. 541 Mio. USD).

Der Rohstoffkonzern nutzt bereits den größten Teil der durch Aliança Energia erzeugten Energie. Das Stromerzeugungsportfolio von Aliança Energia besteht aus sieben Wasserkraftwerken im Bundesstaat Minas Gerais und drei Windparks in den Bundesstaaten Rio Grande do Norte und Ceará mit einer installierten Kapazität von zusammen 1.438 MW.

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Alamos Gold kauft Argonaut Gold für 325 Mio. USD

Alamos Gold (WKN: A14WBB, ISIN: CA0115321089) verkündete am Mittwoch die freundliche Übernahme von Argonaut Gold (WKN: A1C70D, ISIN: CA04016A1012). Demnach wird jede ausstehende Argonaut-Stammaktie gegen 0,0185 Alamos-Stammaktien und 1 Aktie von SpinCo getauscht. SpinCo ist eine neu gegründete Gesellschaft, in die die Argonaut-Assets in den USA und Mexiko ausgelagert werden.

Das Umtauschverhältnis impliziert eine geschätzte Gesamtvergütung von 0,40 CAD pro Argonaut-Stammaktie bzw. 325 Millionen USD. Dies entspricht einem Aufschlag von 34% auf die Schlusskurse von Argonaut und Alamos am 26. März 2024 an der TSX und einem Aufschlag von 41% auf den 20-tägigen volumengewichteten Durchschnittskurs beider Unternehmen.

Als Teil der Transaktion wird Alamos die Mine Magino von Argonaut nahe der Mine Island Gold in Ontario erwerben. Durch die Nutzung der gemeinsamen Infrastruktur erwartet Alamos sofortige und langfristige Synergien im Umfang von insgesamt ca. 515 Millionen USD. Mit der neuen Mine soll die kombinierte Goldproduktion von Alamos auf über 600.000 Unzen pro Jahr ansteigen – mit einem längerfristigen Produktionspotenzial von über 900.000 Unzen pro Jahr.

Alams Gold CEO John A. McCluskey sieht in dem Deal eine "logische und attraktive Transaktion für beide Unternehmen". Argonaut Gold CEO Richard Young gab sich überzeugt, "dass die Mine mit angemessenem Kapital und einer optimalen Erweiterung von Magino einen erheblichen Wert für alle Beteiligten schaffen" könne.

Madison Metals schließt Privatplatzierung über mehr als 1 Mio. CAD ab

Madison Metals (CSE: GREN; WKN: A3CUJV, ISIN: CA55658R2081) informierte am Montag über den erfolgreichen Abschluss einer Privatplatzierung mit einem Bruttoerlös von 1.074.360 CAD. Im Rahmen der nicht vermittelten Platzierung hatte der Explorer 3.069.600 Einheiten zu einem Preis von 0,35 CAD pro Einheit ausgegeben. Jede Einheit umfasste eine Stammaktie und einen halben Warrant mit 18 Monaten Laufzeit und einem Ausübungspreis von 0,50 CAD (aktueller Aktienkurs von Madison Metals: 0,35 CAD). Der Erlös aus der Privatplatzierung soll in erster Linie für die Aufnahme von Bohrungen beim Uranprojekt Khan in Namibia verwendet werden.