Nachdem das Federal Open Market Committee (FOMC) der US-Notenbank (Federal Reserve oder Fed) gestern das Protokoll seines März-Meetings vorgelegt hatte, ging es mit dem Goldpreis rasant abwärts. Der Preis für eine Unze des gelben Metalls fiel schnell von rund 1.670 USD auf nur noch 1.640 USD. Auch am heutigen Morgen notiert der Goldpreis nur wenig über dieser Marke.

Grund für den starken Einbruch war, dass in dem Protokoll erkenntlich wurde, dass die Notenbanker nur geringes Interesse an einer dritten Runde des so genannten „Quantitative Easing“ (QE3) zeigen. Damit sind Käufe von Assets gemeint, die die langfristigen Zinsen senken sollen. Da somit zumindest nicht im großen Umfang neues Geld in die Märkte gepumpt werden dürfte, gewinnt der US-Dollar an Stärke, was wiederum dem Goldpreis schadet.

Die Kommentare der Fed könnten zudem Besorgnis darüber ausgelöst haben, wie schnell die Notenbanker die Zinsraten wieder anheben könnten. Das könnte zu einer Rückkehr zu positiven Realzinsen führen, was ebenfalls die Attraktivität von Gold als Anlageklasse schmälern würde.

Experten weisen zudem auf die Erwartungen des FOMC in Bezug auf einen nur gedämpften Anstieg der Inflation hin. Da Gold vor allem auch als Absicherung gegen eine mögliche Inflation betrachtet wird, haben solche Kommentare zumindest kurzfristig negativen Einfluss auf den Goldpreis.
 

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