Der größte Kupferproduzent der Welt, die chilenische Codelco, hat 2011 vor Steuern einen Gewinn von 7,033 Mrd. Dollar erzielt, was einen Anstieg von 21% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die hohen Metallpreise und eine gestiegene Produktion wogen höhere Produktionskosten mehr als auf.

Doch CEO Diego Hernandez sagte auch voraus, dass der Kupferausstoß des Staatskonzerns im laufenden Jahr um 30.000 Tonnen unter dem Niveau von 2011 liegen werde. Das Unternehmen rechnet 2012 mit einem weiterhin knappen Angebot des roten Metalls, da man von soliden Verkäufen nach China ausgeht.

Codelco erzielte 2011 einen Rekordausstoß von 1,735 Mio. Tonnen Kupfer, was einen Anstieg von 2,7% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Eine höhere Produktion auf den Minen Radomiro Tomic, Andina und Gaby glich einen Rückgang des Ausstoßes auf den Jahrzehnte alten Minen Chuquicamata, Salvador und El Teniente wieder aus, hieß aus dem Unternehmen.

Nicht nur der hohe Umsatz auf Grund des gestiegenen Kupferpreises, sondern auch der Verkauf eines Anteils an der Energiefirma E-CL im Januar führten dazu, dass der Gewinn von Codelco den dritthöchsten Stand in der Unternehmensgeschichte erreichte. Und das obwohl ein Anstieg der Produktionskosten sich negativ auf den Gewinn auswirkte.

Wie die Staatsfirma mitteilte, stiegen die direkten Cashkosten gegenüber 2010 um 11% auf 1,16 USD pro Pfund Kupfer. Vor allem höhere Treibstoff- und Energiekosten aber auch Wechselkursschwankungen machte Codelco für diese Entwicklung verantwortlich.

Auch die Produktion des Unternehmens hätte noch höher ausfallen können, doch verhinderten Streiks und eine unternehmensweite Arbeitsniederlegung im Juli einen noch höheren Ausstoß, so CEO Hernandez. Viele Minenbesitzer in Chile, dem größten Kupferproduzenten weltweit, hatten 2011 Probleme mit Arbeitskämpfen. Darüber hinaus beeinträchtigten extreme Wetterbedingungen, Energieengpässe und sinkende Erzgehalte die Produktion.

Codelco, das rund 11% des weltweiten Kupferangebots produziert, hat ehrgeizige Pläne, um den Rückgang der Produktion auf seinen gewaltigen, aber bereits zu großen Teilen ausgebeuteten Minen zu bekämpfen und will die Kupferproduktion bis 2020 auf 2,1 Mio. Tonnen anheben.

Nach Ansicht von Codelco wird das Kupferangebot knapp und die Preise robust bleiben, sollte China wie zuletzt aus Peking zu hören 2012 um 7,5% wachsen und die Nachfrage aus Nordeuropa bestehen bleiben, glaubt Hernandez. Er betrachtet einen Rückgang der Verkäufe nach China als unwahrscheinlich. Die Volksrepublik nahm Codelco im vergangenen Jahr 36% der Kupferproduktion ab, was unter den 41% aus dem Jahr 2010 lag, das aber spiegele hauptsächlich einen Anstieg des Absatzes in andere asiatische Länder, insbesondere Japan, wider, so Codelco.
 

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