Australien ist wieder Lieferant von Wolfram. Damit endet eine mehr als 25 Jahre lange Durststrecke. Bis etwa 1985 war Australien weltweit einer der größten Produzenten und Förderer von Wolframkonzentraten. Die immer niedrigeren Preise für den Rohstoff sorgten jedoch dafür, dass der Abbau auf dem fünften Kontinent unlukrativ wurde. Alle Minen beendeten in der Folge ihre Tätigkeit. Aufgrund der Aktivitäten der Deutsche Rohstoff (WKN: A0XYG7) ist Australien jedoch nun wieder ein Wolframproduzent. Nach der Förderung auf der Wolfram Camp Mine der deutschen Gesellschaft in Queensland hat nun erstmals wieder Wolframkonzentrat seinen Weg ins Ausland gefunden. Die Lieferung geht an Global Tungsten & Powders in den USA.

Die Arbeiten vor Ort werden von einer Tochter der Deutsche Rohstoff übernommen, die Wolfram Camp Mining hat das Projekt im Juli 2011 gestartet. Schon im November wurde die erste Testproduktion durchgeführt. Nur wenige Monate später kann die kommerzielle Lieferung aufgenommen werden. Dabei steht die Mine erst am Anfang ihre Leistungsfähigkeit.

Die Aufbereitungsanlage soll weiter verbessert werden. Aus Deutschland wird bald ein Röntgensortiergerät erwartet. Im Frühsommer soll Wolfram Camp eine Tagesproduktion von 4 Tonnen Wolframkonzentrat schaffen. Im dritten Quartal ist die Produktion von täglich 6 Tonnen anvisiert. Dann soll auch die Förderung von Molybdän-Konzentraten möglich sein. Geplant ist in den kommenden vier Jahren die Produktion von 7.000 Tonnen Wolframkonzentrat sowie von 800 Tonnen Molybdänkonzentrat. Umgerechnet entspricht dies 2 Prozent der weltweiten Produktion.

Wolfram Camp ist nicht nur eine Mine, auf der gefördert wird. Gleichzeitig laufen vor Ort auch weitere Explorationsarbeiten. Denn die Verantwortlichen der im Entry Standard in Frankfurt notierten Gesellschaft gehen davon aus, dass man die Ressourcen und Reserven der Mine deutlich ausweiten kann. Daher werden im April neue Bohrungen stattfinden. Momentan liegen die bekannten Ressourcen der Mine nur auf einem Gebiet von 600 Metern, die historischen Abbaugebiete haben allerdings eine Länge von 1,5 Kilometer. Somit kann sowohl an den Seiten als auch in der Tiefe noch einiges an Rohstoffen zu finden sein. Noch einen weiteren Trumpf hat die Gesellschaft vor Ort im Ärmel. Ganz in der Nähe besitzt man weitere Explorationslizenzen für insgesamt 300 Quadratkilometer.

Weitere Neuigkeiten aus Australien kann es künftig zudem von einer anderen Wolfram-Lagerstätte geben, die die Deutsche Rohstoff vor kurzem gekauft hat. Auf Bamford Hill wurde früher ebenfalls Wolfram gefördert. Die deutsche Gesellschaft kann sich somit in Australien zu einem Rohstoffschwergewicht entwickeln.

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