Um fast 9% verteuerten sich am gestrigen Dienstag die Aktien von Frontier Rare Earth (WKN A1C9QT). Der kanadische Seltene Erden-Explorer hatte die positiven Ergebnisse einer Studie zur vorläufigen Bewertung der Wirtschaftlichkeit seines Zandkopsdrift-Projekts in Südafrika vorgelegt. Diese bescheinigten dem Projekt einen Net Present Value nach Steuern von 3,65 Mrd. Dollar bei einer Abzinsungsrate von 11%.

Laut dieser PEA (preliminary economic assessment) weist Zandkopsdrift zudem eine Amortisierungsdauer von zwei Jahren ab Produktionsbeginn auf und soll im Durchschnitt 20.000 Tonnen getrennter Seltener Erden-Oxide pro Jahr produzieren. Frontier sei nun in einer ausgezeichneten Position, um bis zum Jahr 2015 zu einem der ersten signifikanten Produzenten getrennter Seltener Erden außerhalb Chinas zu werden, erklärte James Kenny.

Aktuell stammen rund 95% des weltweiten Angebots an Seltene Erden-Elementen aus China und Unternehmen wie Molycorp und Lynas haben große Anstrengungen unternommen, ein externes Angebot auf den Markt zu bringen. Die US-amerikanische Molycorp hatte gestern erste mitgeteilt, dass man die Kommissionierung der Produktionsanlage auf der Mountain Pass-Mine in Kalifornien aufnimmt, während Lynas Anfang des Monats die vorläufige Genehmigung für seine Seltene Erden-Raffinerie in Malaysia erhielt. Das Unternehmen könnte so bereits Ende dieses Jahres die Produktion aufnehmen.

Die PEA für Frontiers südafrikanisches Projekt geht von Baukosten von 910 Mio. Dollar für die Mine sowie die Konzentrations- und Trennungsanlage aus. Damit lägen die Kosten unter den 1,1 Mrd. Dollar geschätzten Jahresumsatzes der Mine. Das Unternehmen plant, die Trennungsanlage in Saldanha Bay an der Westküste von Südafrika zu errichten und damit rund 300 Kilometer entfernt von der Mine.

Basierend auf der PEA, wäre man, so Frontier, der zweitgrößte Produzent der besonders gefragten, schweren Seltene Erden-Oxide außerhalb Chinas. Analysten haben prognostiziert, dass es ein Überangebot an leichten Seltene Erden-Elementen wie Cer oder Lanthan geben könnte, das Angebot an schweren Seltenen Erden aber knapp bleiben dürfte. Bis Ende des Jahres will Frontier eine Vormachbarkeitsstudie zu Zandkopsdrift vorlegen.

Korea Resources, ein im Besitz des südkoreanischen Staates befindliches Unternehmen hatte im Dezember eine Vereinbarung mit Frontier zur Kooperation bei der Entwicklung von Zandkopsdrift abgeschlossen, die den Koreanern einen Anteil von 10% an dem Projekt verschafft. Zudem hat Korea Resources die Otpion, seinen Anteil an Zandkopsdrift bis 1026 auf 30% zu erhöhen.

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