China und der Goldschatz

China bleibt der größte Goldförderer der Welt. 2011 hat das Land fast 361 Tonnen in den eigenen Minen gefördert, das ist ein Plus von fast 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Da Gold das Land nicht verlassen darf, muss der Konsum vollständig im eigenen Land erfolgen. Allerdings gehört China auch zu den Großimporteuren für das Edelmetall. Hier liegen keine genauen Daten vor, es wird jedoch spekuliert, dass 2011 fast 500 Tonnen Gold in das Land eingeführt wurden. Das wäre eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Völlig unklar ist, was mit dem Gold geschieht, hierzu fehlen offizielle Statistiken. Viele Beobachter glauben, dass die im eigenen Land geförderten Goldmengen vollständigen in den Tresoren der Zentralbank verschwinden.

Handfeste Beweise für diese These fehlen jedoch. Zuletzt 2008 hat das Land publiziert, wie viel Gold in den Staatstresoren lagert. Damals waren es 1.054 Tonnen. Fünf Jahre zuvor hortete man nur einen Staatsschatz von 600 Tonnen Gold. Doch wenn die Theorie stimmt, dass die Inlandsförderung genutzt wird, um den Goldschatz zu vergrößern, könnte die Zentralbank inzwischen auf rund 2.000 Tonnen Gold sitzen. Zum Vergleich: Ende 2010 betrug der französische sowie der italienische Goldschatz jeweils rund 2.500 Tonnen. Der Internationale Währungsfonds besaß 2.800 Tonnen. In den Tresoren Deutschlands lagerten 3.400 Tonnen. Einsamer Spitzenreiter waren die USA mit einem Goldschatz von 8.100 Tonnen. China könnte aber schon bald in die Top 3 aufschließen.

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