Der australische Kupferproduzent Tiger Resources (WKN A0CAJF) hat die Kupferproduktion des vierten Quartals 2011 auf seinem Kipoi-Projekt in der Demokratischen Republik Kongo erfolgreich abgeschlossen. Auch wenn das Unternehmen noch an der Optimierung der Abläufe auf seiner Verarbeitungsanlage arbeitet, können die Ergebnisse dieser drei Produktionsmonate sich unserer Ansicht nach durchaus schon sehen lassen.

Wie Tiger Resources nämlich meldet, baute man von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2011 155.319 Tonnen Erz ab. Verarbeitet wurden sogar 157.339 Tonnen, wobei die Differenz von den Lagerbeständen stammte. Der Kupfergehalt des verarbeiteten Erzes lag im Schnitt bei 5,34%. Höhere Gehalte konnten nicht erzielt werden, da man in diesem Quartal Material aus den Lagerbeständen verarbeitete und so nur sehr begrenzt Zugriff auf Erze mit sehr hohen Kupfergehalten hatte. Im Verlauf dieses Jahres rechnet Tiger aber wieder mit höheren Gehalten, da dann auch sehr hochgradiges Erz verarbeitet werden sollte.

Die durchschnittliche Gewinnungsrate erreichte während des letzten Quartals 65,7%. Auch damit zeigt sich das Unternehmen selbst nicht ganz zufrieden, das Ergebnis resultiert allerdings auf Anlaufschwierigkeiten der Anlage, die unter anderem zu zwischenzeitlichen, ungeplanten Produktionspausen führten. Seitdem diese Probleme aber behoben sind, teilt Tiger weiter mit, arbeitet die Anlage mit Durchsatzraten von bis zu 120% der ursprünglich vorgesehenen Kapazität. Insgesamt produzierte Tiger so 26.017 Tonnen an Konzentrat mit 5.502 Tonnen enthaltenem Kupfer.

Die oben beschriebenen Probleme führten allerdings dazu, dass die Produktionskosten des Quartals bei 0,71 Dollar pro Pfund produziertem Kupfer lagen und damit deutlich über den erwarteten 0,54 Dollar. Allerdings führte das Unternehmen während des Quartals auch noch zusätzliche Gehaltsbestimmungsbohrungen durch, die ebenfalls in diese Kosten einflossen. Ohne diese zusätzlichen Bohrungen hätten die Kosten bei 0,64 Dollar pro Pfund Kupfer gelegen.

Wie Tiger weiter mitteilte, verkaufte man im vergangenen Quartal 29.587 Tonnen Konzentrat mit 3.149 Tonnen enthaltenen Kupfers – ausschließlich an Hüttenwerke in der Demokratischen Republik Kongo. Bei einem durchschnittlich realisierten Kupferpreis von 7.091 USD pro Tonne kam so ein Umsatz von 22,331 Mio. Dollar zusammen. Daraus wiederum resultierte nach Angaben des Unternehmens ein Nettocashflow von 1,692 Mio. Dollar, dem allerdings Investitionskosten (Payments for purchases of other fixed assets) – inklusive einer fälligen Zahlung an die Staatsfirma Gecamines von 2 Mio. Dollar – von 3,433 Mio. USD gegenüberstanden, sodass für das Quartal insgesamt ein Cashflow von negativen 1,751 Mio. Dollar zu Buche stand.

Zum Ende des Quartals verfügte Tiger Resources damit über liquide Mittel von 5,016 Mio. US-Dollar nach 6,774 Mio. USD im Vorquartal.

Trotz der genannten Probleme betrachten wir die Ergebnisse des letzten Quartals 2011 von Tiger Resources als solide. Die in Aussicht gestellten verbesserten Erzgehalte und Gewinnungsraten der kommenden Monate und Quartale stimmen positiv. Und anstehende Ereignisse wie Bohrergebnisse, Ressourcenupdates und die Machbarkeitsstudie für die zweite Phase der Produktion dürften sich in Zukunft ebenfalls positiv auf den Kurs der Aktie auswirken – trotz aller sicherlich bestehenden Risiken überwiegen unserer Ansicht nach deshalb die Chancen.
 

Hinweis: Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die GOLDINVEST Media GmbH und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen der GOLDINVEST Media GmbH und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich unsere Artikel lediglich auf das jeweilige Unternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung, beziehen. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Media GmbH Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Wir können nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen.