Lithium gehört die Zukunft. Dabei ist der Rohstoff nicht so knapp wie manch anderer, der von der Industrie heiß begehrt ist. Auf einer Liste der besonders begehrten und zugleich knappen und somit gefährdeten Rohstoffe taucht Lithium im gesicherten Mittelfeld auf. Ein Wert von 5,5 auf einer Skala von 1 bis 10 gibt keinen Anlass zu allzu großer Sorge. Dies mag auch mit dem größten Förderland zusammenhängen. Australien ist ein bergbaufreundliches Land, die Verhältnisse sind stabil, der Export wird nicht, wie beispielsweise in China, bisweilen mit Quoten stark reglementiert.

Doch auch in anderen Ländern wird Lithium abgebaut. Große Expansionsbestrebungen gibt es derzeit in Argentinien und in den USA. China versucht ebenfalls, seine Kapazitäten auszuweiten. Man will einen größeren Einfluss auf den weltweiten Lithiummarkt erhalten.

Dieser soll in den kommenden Jahren deutlich stärker als die Weltwirtschaft wachsen. Experten vermuten, dass die Nachfrage jährlich um rund 10 Prozent ansteigen wird. Grund zur Sorge besteht jedoch nicht, Nachfrage und Angebot halten sich derzeit die Waage. Dies soll sich vorläufig auch nicht ändern. Eine Vielzahl von Explorationen laufen, wahrscheinlich werden bald vier oder fünf größere Explorationen erfolgreich in Förderprojekte umgewandelt werden können.

Derzeit wird Lithium vor allem in wieder aufladbaren Batterien eingesetzt. 30 Prozent der Nachfrage stammen aus diesem Bereich. Große Abnehmer sind zudem die Glas- und die Keramikindustrie. Anzunehmen ist, dass die Nutzung in Batterien künftig noch weiter zunehmen wird. Waren es bisher vor allem Batterien für Handys, in denen Lithium zum Einsatz kam, wird die Bandbreite inzwischen immer größer. Smartphones und Tablets brauchen ebenfalls Lithium. Doch der wirkliche Push kommt durch die Hybrid- und Elektroautos, die auf Lithium setzen. Werden in einer Handybatterie 5 Gramm Lithiumäquivalent benötigt, steigt die Menge in einer Autobatterie je nach Größe und Ausstattung auf 5 Kilogramm bis 60 Kilogramm an. Entsprechend sollte die Nachfrage aus der Batteriebranche künftig auf mehr als 50 Prozent des Gesamtbedarfs steigen.

Der Preis für Lithium sollte dennoch nicht zu sehr nach oben gehen. Die Balance zwischen Angebot und Nachfrage ist ausgewogen. Daran sollte sich vorläufig nichts ändern. In diesem Punkt sind sich die Experten einig.
 

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