Der bekannte kanadische Fondsmanager Eric Sprott äußert sich auf Grund der Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums negativ zu zyklischen Rohstoffen wie Industriemetallen, bleibt aber weiterhin bullish in Bezug auf Gold und Öl.

Sprott, bekannt für seine positive Haltung in Bezug auf das gelbe Metall, beantragte in der vergangenen Woche die Eröffnung eines Platin- und Palladiumprodukts, das es Anlegern erlauben soll, sich die Metalle auch tatsächlich physisch ausliefern zu lassen. Angesichts des Zusammenbruchs es Brokers MF Global erwartet er, dass dieses Geschäft wachsen wird.

Er sei für zyklische Rohstoffe wie Eisenerz, Kohle, Stahl, Blei und Zink nicht bullish, da er sich Sorgen um einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung mache, erklärte Sprott gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Der Experte erwartet aber, dass der Goldpreis 2012 ein neues Rekordhoch jenseits der Marke von 2.000 USD pro Unze erreicht und Silber auf ein Allzeithoch von mehr als 50 USD pro Unze klettert.

Sprott, dessen Firma Sprott Inc Assets von mehr als 9 Mrd. kanadischen Dollar verwaltet, ist seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 negativ zu den zyklischen Rohstoffen eingestellt und hat seine Gold- und Silberprognose über das gesamte vergangene Jahr aufrechterhalten. Zudem glaubt der Experte, dass die Aktien vieler Goldfirmen noch deutliches Aufwärtspotenzial haben. Im vergangenen Jahr seien diese Aktien sehr stark eingebrochen, als der Goldpreis fiel. Doch wenn der Goldpreis wieder steige, dürften Aktien nach Ansicht von Sprott noch bessere Renditen abwerfen.

Der Goldpreis hatte im Dezember um 10% nachgegeben und war kurzfristig in einen Bärenmarkt übergegangen, da seine Funktion als Sicherer Hafen in Frage gestellt wurde, obwohl Euro und US-Dollar von vielen Anlegern als gefährdet angesehen werden. Insgesamt stieg der Goldpreis 2011 allerdings um gut 10% und damit das elfte Jahr in Folge.

Sprott erwartet unter anderem auf Grund einer starken physischen Nachfrage, auf die starke Importe von China und der Türkei Ende des vergangenen Jahres hindeuten würden, einen Goldpreisanstieg. Darüber hinaus sieht er die Entwicklung des Ölpreises positiv, da die Nachfrage relativ geringfügig schwanke und der Ausstoß zurückgehe. Es werde immer schwieriger und teurer, Energie zu produzieren. Das sei eine ziemlich gute Basis für hohe Ölpreise.
 

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