Der Goldpreis steigt und steigt. Experten warnen inzwischen vor Kursrücksetzern, doch das könnte zugleich eine Einstiegschance sein. 1.820 Dollar? 1.845 Dollar? 1.870 Dollar? Derzeit steigt die Feinunze Gold in immer neue Höhen. Der neue Rekord von eben ist nachher schon wieder Vergangenheit. Der Markt stürzt sich auf Gold als den sicheren Hafen. Investoren haben Geld, am Aktienmarkt ist nichts zu holen, die Anleihen sehen ebenfalls nicht attraktiv aus. Da erscheint Gold die passende Alternative zu sein.

Doch mehr und mehr Experten reiben sich verwundert die Augen. Erste Warnungen treten auf, dass der Markt zu heiß läuft, dass es zu Kursrücksetzern kommen könnte. Das wäre eine völlig normale Entwicklung, jeder Bullenmarkt benötigt eine Erholung, alles andere wäre ungesund. So kann es durchaus passieren, dass der Goldpreis in den kommenden Wochen wieder nach unten geht. Ein Kurs von 1.500 Dollar je Unze wäre weder eine Überraschung noch eine Katastrophe. Man könnte ihn auch als Einstiegschance nutzen, denn am Markt ist man überzeugt, dass der Goldpreis langfristig weiter nach oben gehen wird. Dafür spricht eine Reihe von Argumenten.

So wird der Preis voraussichtlich bald wieder von privaten Konsumenten nach oben getrieben, die ihre Nachfrageaktivitäten verstärken werden. In Indien und China setzen auch Kleinanleger auf Gold, da man den eigenen Währungen nicht immer traut. Drei Ereignisse in den kommenden Monaten werden den Trend zusätzlich stützen und die Nachfrage hoch halten.

Im Westen werden langsam die Vorbereitungen auf das Weihnachtsgeschäft getroffen. Schmuckproduzenten starten die Produktion, um vor Weihnachten entsprechend ausgerüstet zu sein. Traditionell beginnt in Indien im Spätsommer die Hochzeitssaison. Diese Festivitäten bedeuten in dem asiatischen Land einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage, da Gold als Geschenk sehr geschätzt wird. In China geht die Nachfrage mit dem Jahreswechsel ebenfalls stark nach oben. Hier sollte die Kurve vor allem im Dezember und Januar nordwärts gerichtet sein. Alle drei Ereignisse werden dafür sorgen, dass Gold weiter attraktiv bleibt.

Zudem sorgen die Zentral- und Notenbanken mit ihrem Verhalten für eine Stützung des Kurses. In den vergangenen Wochen haben mehr und mehr Notenbanken ihre Vorräte aufgestockt. So hat die Notenbank von Südkorea in den vergangenen zwei Monaten 25 Tonnen Gold gekauft. Die Zentralbank von Thailand hat ihren Goldbestand um 18 Tonnen erhöht. Im Jahresverlauf hat die mexikanische Zentralbank 100 Tonnen Gold am Markt erworben. Diese Käufe können Sogwirkung haben und auch andere Zentralbanken dazu bringen, ihre Goldvorräte zu erhöhen. All dies sorgt für weiter steigende Nachfrage und damit hohe Goldpreise. Eine verlässliche Aussage, wie hoch der Goldkurs gehen kann, ist derzeit jedoch nur schwer machbar. Doch 2.000 Dollar scheinen nicht unmöglich zu sein, wie die Analysten der Nord LB anmerken.
 

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