Eigentlich wollte African Metals (WKN 912759) bereits im Oktober 2011 mit seinem Luisha South-Projekt zum Kupferproduzenten aufsteigen. Dafür hatte man – mit finanzieller Unterstützung von Traxys Europe, dem Abnehmer des zu produzierenden Metalls – eine DMS-Anlage (Dense Media Separation) erworben, die Anfang Oktober auf dem Projektgelände eintreffen sollte.

Doch es kam zu Verzögerungen. Wie African Metals jetzt mitteilt, führte eine Unstimmigkeit in den originalen Importdokumenten für die DMS-Anlage zu einer Verzögerung bei der Übertragung der Eigentumsrechte auf Africans Tochtergesellschaft Kundelungu Mineral Resources (KMR). Die DMS-Anlage wurde ursprünglich 2010 gemäß eines auf zwei Jahre befristeten temporären Importzertifikats eingeführt. Ein Versäumnis bei der Einhaltung der Importprotokolle und Verfahren führte dazu, dass die Zollbehörden die Übertragung der Geräteregistrierung auf KMR verzögerte, bis die früheren Besitzer die Dokumentationsprobleme lösten.

Das, so African Metals weiter, ist nun geschehen und die Anlage bereits auf das Projektgelände von Luisha South geliefert worden (s. Fotos). Nun wird die Standortvorbereitung abgeschlossen und noch diese Woche soll mit den Konstruktionsarbeiten begonnen werden. Die Inbetriebnahme der Anlage ist jetzt für Mitte Dezember vorgesehen und laut CEO Nigel Ferguson will man noch bis Ende des Jahres oxidisches Kupferkonzentrat produzieren.

Im Mai 2011 hatte African auf dieser Anlage bereits die Versuchsaufbereitung einer 200-Tonnen-Probe oxidischen Haldenmaterials durchgeführt. Dabei wurden rund 200 Tonnen Material erfolgreich zur Produktion eines DMS-Konzentrats mit ca. 32% Kupfer und 1,2% Kobalt sowie eines Feinkonzentrats aus den Spiralabscheidern mit 28% Kupfer und 1,6% Kobalt aufbereitet. Damit ist nach Ansicht des Unternehmens die Wirtschaftlichkeit der DMS-Anlage und der Spiralabscheider bei der Aufbereitung des Materials vom Luisha South-Projekt von African Metals bewiesen. Ein marktfähiges Produkt, auf dem man ein gewinnbringendes Geschäft aufbauen könnte, wurde hergestellt.

Finanziert wurde der Kauf der DMS-Anlage durch ein Darlehen in Höhe von 3,7 Mio. USD, das Kundelungu von einem der weltweit führenden Metallhändler Traxys (Europe) erhält. Die Darlehensvereinbarung sieht vor, dass Kundelungu dieses zurückzahlt, indem man Traxys 60% des Produktionsgewinns überweist, bis die Schuld beglichen ist. Laut Konditionen des Abkommens wird Kundelungu das Darlehen mit 60 % des Produktionsgewinns zurückzahlen.

Darüber hinaus hat African Metals ein exklusives Abnahmeabkommen mit Traxys geschlossen. Demzufolge wird Traxys entsprechend dem Marktpreis an der London Metal Exchange die Kupferoxid und –sulfidkonzentrate kaufen, die auf dem Luisha-South-Projekt über einen Zeitraum von 48 Monaten ab Produktionsbeginn produziert werden.

Zunächst wird African Metals „nur“ aus dem auf Halde befindlichen Material produzieren. Dafür hatte das Unternehmen vor einiger Zeit eine Ressourcenkalkulation erstellt, die sich auf 3.800 Tonnen Kupfer und 1.700 Tonnen Kobalt beläuft. Für das Luisha South-Projekt an sich konnte African Metals vor Kurzem positiv überraschen und die bestehende Ressource deutlich auf 161.700 Tonnen Kupfer und 44.100 Tonnen Kobalt erhöhen.

Auch wenn die Verzögerung ärgerlich ist – und das Unternehmen auch schneller hätte bescheid geben können – so stellt sie wohl für die Region keinen ungewöhnlichen Vorgang dar und ist ja jetzt auch Vergangenheit. Angesichts der Aussichten auf einen Produktionsbeginn noch vor Jahresende betrachteten wir – trotz aller ja gerade zu erkennenden Risiken – die Papiere von African Metals auf dem aktuellen Niveau als attraktiv bewertet. Anleger, die das noch hohe Risiko nicht scheuen, könnten unserer Ansicht nach hier Positionen eingehen.

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