Kolumne von Björn Junker

Schmerzliche Abschreibung - Agnico-Eagle muss nach Minenschließung Quartalsverlust von 81,6 Mio. Dollar hinnehmen

Der kanadische Goldproduzent Agnico-Eagle Mines (WKN 860325) muss auf Grund der Schließung seiner Goldex-Mine und der daraus resultierenden Abschreibung in Höhe von 161,1 Mio. USD im dritten Quartal 2011 einen Nettoverlust von 81,6 Mio. USD (-48 Cent pro Aktie) hinnehmen.

Dennoch meldete das Unternehmen für die ersten neun Monate 2011 eine Rekordproduktion von 757.668 Unzen Gold bei Gesamtcashkosten von 553 USD je Unze. Im gleichen Zeitraum 2010 hatte die Produktion bei 731.138 Unzen gelegen, während sich die Cashkosten auf 445 USD pro Unze beliefen.

Den Anstieg der Goldproduktion im laufenden Jahr führt Agnico-Eagle auf eine wesentlich verbesserte Performance seiner Pinos Altos-Mine sowie auf eine bessere Leistung der Mühlen auf den Minen Kittila und Meadowbank zurück. Allerdings sind die gestiegenen Cashkosten vor allem auf höhere Kosten auf Meadowbank, Kittila, Lapa und Goldex zurückzuführen.

Auf Grund der Stilllegung der Goldex-Mine erwartet Agnico-Eagle im Gesamtjahr nun einen Ausstoß von 1,01 Mio. Unzen bei Cashkosten von 575 USD je Unze. Bisher war das Unternehmen von 1,08 Mio. Unzen bei Cashkosten von 495 Mio. USD pro Unze ausgegangen.

Wie bereits gemeldet produzierte Agnico im dritten Quartal 265.978 Unzen Gold nach 285.178 Unzen im gleichen Zeitraum 2010 – vor allem auf Grund eines Feuers in den Küchen der Meadowbank-Mine, das zur Evakuierung von Mitarbeitern und einem niedrigeren Ausstoß geführt hatte.

Die Silberproduktion der ersten neun Monate 2011 erreichte 3,77 Mio. Unzen nach 3,6 Mio. Unzen im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis Ende September produzierte Agnico zudem 42.303 Tonnen Zink nach 47.604 Tonnen im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum erreichte die Kupferproduktion nur noch 2.214 Tonnen nach 3.289 Tonnen im Vorjahr.

Auf der finanziellen Seite verbuchte das in Toronto ansässige Unternehmen für die ersten neun Monate 2011 einen Nettogewinn von 32,475 Mio. Dollar oder 19 Cent je Aktie, was erheblich unter den 244,15 Mio. Dollar oder 1,52 Dollar pro Aktie im gleichen Zeitraum des Vorjahres liegt.

Für das dritte Quartal 2011 meldete Agnico einen Nettoverlust von 81,64 Mio. Dollar oder -48 Cent pro Aktie nach einem Nettogewinn von 121,461 Mio. Dollar oder 73 Cent pro Aktie im dritten Quartal 2010. Dennoch hob Agnico den Baranteil seines Übernahmeangebots für Grayd Resources von 92 auf 183 Mio. CAD an. Angesichts der aktuellen liquiden Mittel, des zu erwartenden Cashflows und der verfügbaren Kreditlinien ist man bei Agnico-Eagle immer noch der Ansicht, dass das Unternehmen für die Entwicklung und Exploration der aktuell in der Pipeline befindlichen Goldprojekte in Kanada, Finnland, Mexiko und den USA voll finanziert ist.
 

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