Molycorp (WKN A1C2G7), der größte Produzent so genannter Seltener Erden außerhalb Chinas, will die Produktion auf seiner Mountain Pass-Mine, die gerade wieder in Stand gesetzt wird, drei Monate früher aufnehmen als bislang geplant. Damit steigen die Investitionskosten um 114 Mio. Dollar.

Molycorps CEO Mark Smith erklärte, dass trotz der jüngsten Abschwächung der Seltene Erden-Preise der Markt auch weiterhin im Defizit bleiben werde. Denn China, dass mehr als 90% der Produktion an Seltenen Erden kontrolliert, senkt die Produktion. Die Regierung in Peking, so Smith weiter, habe ihre Pläne tatsächlich umgesetzt, Minen im eigenen Land zu schließen. Der größte chinesische Produzent Batou hatte diese Woche erklärt, am werde die Seltene Erden-Produktion aussetzen, um die Preise, die in den vergangenen drei Monaten deutlich gefallen waren, zu stützen.

Molycorp geht zudem davon aus, dass sich die Preise für Seltene Erden innerhalb und außerhalb Chinas angleichen werden. Dies sei bereits zu beobachten. Seltene Erden sind in China wesentlich billiger als außerhalb des Reichs der Mitte, da die chinesische Regierung hohe Exportsteuern festgesetzt hat und die Menge der Seltenen Erden begrenzt hat, die ins Ausland verkauft werden dürfen. Molycorp geht davon aus, dass die Preise in China stärker steigen werden als die Exportpreise fallen.

Darüber hinaus ist man bei Molycorp überzeugt, dass die Nachfrage mit den sinkenden Preisen zurückkehren wird. Die Preise für Seltene Erden waren in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen, da die chinesischen Exporte abnahmen, während gleichzeitig die Nachfrage aus Branchen wie der Windenergie und Hybridmobilherstellung anstieg. Dann begannen die Preise in diesem Sommer zu fallen, als Sorgen um das Wachstum der Weltwirtschaft Ängste verstärkten, dass die Endverbraucher sich Alternativen suchen würden.

Molycorp erklärte, dass die Tatsache, dass man die in Kalifornien gelegene Mountain Pass-Mine schneller als geplant in Produktion bringen werde, Seltene Erden-Nutzer außerhalb Chinas davon überzeugen werde, dass zusätzliches Angebot auf dem Weg sei. Das Unternehmen zielt nun darauf ab, die Produktion 2012 um rund 3.500 Tonnen auf 8.000 bis 10.000 Tonnen anzuheben.

Zudem ließ man wissen, dass man bereits in der kommenden Woche mit dem Erzabbau beginnen werde. Das so gewonnene Material soll zwischengelagert werden, bis die Verarbeitungsanlage fertig gestellt ist.
 

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