Der Silberkonzern hat sich per Option den Zugriff auf ein neues Projekt im Norden von Chile gesichert. Dort wurde bereits Silber gefördert, aber es bestehen noch unentdeckte Potenziale.

Endeavour Silver (WKN: A0DJ0N) weitet die Explorationsaktivitäten auf ein neues Projekt aus. Man hat sich eine Option zum Kauf von sämtlichen Anteilen an einem Silberprojekt im Norden Chiles gesichert. Auf 1.800 Meter Höhe gelegen soll dessen Areal nur wenige Kilometer entfernt von Wasser und Elektrizität liegen und per Straße erreichbar sein. Das Gelände, um das es geht, hat eine Ausdehnung von 1.700 Hektar und liegt etwa 50 Kilometer südöstlich der chilenischen Stadt Copiapo.

Auf dem Projekt La Presidenta in der Copiapo-Region wurde bereits Silber gefördert, wie das Unternehmen berichtet – das allerdings auf eher niedrigem Niveau. Rund 50.000 Tonnen silberhaltiges Gestein sollen über eine Strecke von rund 400 Metern abgebaut worden sein. Die historisch gewonnenen Mineralisierungen sollen zwischen 20 Gramm und 200 Gramm Silber pro Tonne liegen, der Durchschnitt bei 100 Gramm pro Tonne Gestein. Geologen des Unternehmens haben bei einem Besuch auf dem Gelände Bodenproben gesammelt und hier Silbermineralisierungen zwischen 2 Gramm und 194 Gramm pro Tonne Gestein gefunden, was diese Angaben weitgehend bestätigt.

Endeavour Silver sieht allerdings Chancen, dass man hier noch weitere Vorkommen finden kann, die bisher komplett unentdeckt sind. Den Geologen sind bereits Strukturen aufgefallen, die bisher nicht beachtet wurden und die in verschiedene Richtungen hin offen zu sein scheinen. Hier sind nun weitere geologische Untersuchungen gefragt, um das tatsächliche Potenzial der Liegenschaft zu ermitteln. In einem ersten Testprogramm will man mit 15 Bohrungen, die insgesamt auf 3.500 Meter Tiefe getrieben werden sollen, die historischen Abbauzonen des Gebietes näher untersuchen. Wann die Ergebnisse vorliegen sollen, teilt Endeavour Silver derzeit noch nicht mit.

Die Investitionen, die der Konzern zum Erwerb des Vorkommens tätigen muss, halten sich zunächst einmal in Grenzen. Entsprechend gering sind zunächst die finanziellen Risiken, die Endeavour Silver mit den chilenischen Aktivitäten eingeht. Über drei Jahre verteilt muss man 0,4 Millionen US-Dollar zahlen. Hinzu kommt anschließend ein Betrag zwischen 0,15 US-Dollar und 0,25 US-Dollar je Feinunze Silber. Diese Zahlung soll auf Basis der Reserven eines Reports erfolgen, der auf den Grundlagen des Qualitätsstandards NI 43-101 erstellt werden soll.

Copiapo ist derzeit noch als Frühphasenprojekt einzustufen, das auf eine Förderung großer Mengen mit geringeren Mineralisierungen fokussiert werden soll. Mit dem Kauf dieses Vorkommens „wagt" sich Endeavour Silver zudem das erste Mal aus dem bisherigen Schwerpunktland Mexiko heraus. Dass man vor Ort noch nicht aktiv war, hält die Gesellschaft aber nicht davon ab, sich aktiv nach weiteren Gelegenheiten in der Nähe von La Presidenta und Copiapo zu suchen. Hier sieht man noch große Entwicklungspotenziale, die Region wird als unterexploriert angesehen.

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