Jedes Jahr für die nächsten acht Jahre braucht die Welt zusätzliche 100 Mio. Tonnen Eisenerzangebot, um das prognostizierte Nachfragewachstum zu befriedigen – dieser Ansicht ist zumindest der Bergabkonzern Rio Tinto (WKN 855018).

Um das zu erreichen, müsste die weltweite Eisenerzproduktion sich über diesen Zeitraum fast verdoppeln, zeigen Branchen Daten. Laut Rio Tinto sei das – zumindest in den ersten Jahren – durch die derzeit laufenden Erweiterungen der Kapazitäten der großen Produzenten abgedeckt.

Dennoch sei dies eine atemberaubende Steigerung der Nachfrage aus Märkten wie China, Indien, Indonesien,Vietnam und Ländern in Afrika und Südamerika, die sich allesamt weiter industrialisieren und urbanisieren würden, hieß es von Rio Tinto. Die so genannten Emerging Markets sind für 75% der weltweiten Eisenerznachfrage verantwortlich und 90% davon stammen aus China.

Rio Tinto, der zweitgrößte Eisenerzproduzent der Welt nach der brasilianischen Vale, teilte zudem mit, dass das Eisenerz-Joint Venture mit der chinesischen Chinalco im Plan liege, um die erste Lieferung Mitte 2015 zu tätigen. Bislang hat Rio Tinto 1,5 Mrd. Dollar in das Projekt investiert. Mit dem Joint Venture zielt man auf eine anfängliche Produktion von der Simandou-Mine von 70 Mio. Tonnen pro Jahr ab. Schätzungen sehen die Möglichkeit, dass die Produktion in Zukunft dann auf bis zu 170 Mio. Tonnen pro Jahr steigen könnte.

In Western Australia ist Rio Tinto im Plan, um seine Eisenerzproduktionskapazität von 225 auf 333 Mio. Tonnen pro Jahr zu erweitern. Erst im vergangenen Monat hatte Rio Tinto den Zeitpunkt zur Erreichung dieses Ziels um sechs Monate in die erste Hälfte 2015 vorgezogen.

Rio Tinto ist aber nicht der einzige Bergbaukonzern, der der Ansicht ist, dass mit Eisenerz viel Geld zu verdienen ist. Auch Wettbewerber Anglo American (WKN A0MUKL) geht davon aus, die Eisenerzproduktion bis 2014 auf 80 Mio. Tonnen pro Jahr zu verdoppeln, da man neue Minen in Brasilien und Südafrika errichtet.

Doch das liegt immer noch deutlich unter den aktuellen Produktionszahlen anderer Minenkonzerne wie Vale , BHP Billiton und Fortescue Metals, die alle massive Expansionspläne haben. BHP Billiton (WKN 908101) arbeitet bereits an einer 7,4 Mrd. Dollar schweren Expansion seiner Eisenerzaktivitäten in Western Australia, wobei der Anteil des Unternehmens bei 6,6 mrd. Dollar liegt.

Diese Expansion wird die Kapazität auf mehr als 220 Mio. Tonnen pro Jahr erhöhen, wobei die erste Produktion von der neuen Jimblebar-Mine Anfang 2014 erwartet wird.

Laut dem australischen Bureau of Agricultural and Resource Economics and Sciences betrug das weltweite Handelsvolumen von Eisenerz im vergangenen Jahr 1,036 Mrd. Tonnen.

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