Bei der Scotiabank erwartet man eine weiter starke Nachfrage nach verschiedensten Rohstoffen. Die Angebotsseite bleibt jedoch problematisch.

Egal ob Kali, Kupfer oder Aluminium, der Markt für diese Rohstoffe ist unverändert stark. Daran sollte sich auch mittelfristig wenig ändern. Einem beschränkten Angebot steht eine starke Nachfrage gegenüber. Die Expansionsbemühungen der Unternehmen greifen erst mittelfristig.

Ein Zeichen für die marktenge Lage sind die steigenden Kalipreise. In Südostasien und auch in Lateinamerika sind die Kalipreise innerhalb eines Jahres um 43 Prozent gestiegen. Führende Kaliproduzenten glauben, dass dies noch nicht das Ende ist. Im vierten Quartal sollten die Preise weiter nach oben gehen. Die Produzenten sollten in Asien eine Preiserhöhung um 30 bis 40 Dollar je Tonne durchsetzen können. Die Aussichten in Brasilien sind sogar noch besser, hier kann der Preis um bis zu 50 Dollar steigen. Für das dritte Quartal melden viele Hersteller bereits leere Lager, man ist ausverkauft. Die Kalinachfrage wird in den kommenden Monaten vor allem aus Indien hoch sein, dort läuft von Oktober bis März eine weitere Anbausaison. Beobachter vermuten, dass die Gespräche zwischen Herstellern und Nachfragern aus Indien bereits angelaufen sind.

Für das kommende Jahr geben die Experten der Scotiabank ebenfalls keine Entwarnung. Der Verbrauch an Nahrungsmitteln wird weiter steigen, dies fördert die Nachfrage nach Kali. Viele Produzenten schaffen es nicht, ihre Kapazitäten entsprechend kurzfristig anzupassen. Zwar starten derzeit mehrere neue Projekte, bis diese jedoch ihre volle Kapazität erreicht haben, kann es vier Jahre dauern.

Auch beim Kupfer erkennen die Experten ein Angebotsdefizit. Die derzeitigen Preise sind für Förderer unverändert lukrativ und gewährleisten gute Margen. Die Nachfrage aus China ist und bleibt hoch. Dabei kaufen die Chinesen derzeit gerne an der LME ein, da die dortigen Preise günstiger sind als an der Börse von Shanghai. Belastend für die Branche sind die jüngsten Streiks auf verschiedenen Minen. So leiden Produzenten sowohl in Chile als auch in Indonesien unter Ausständen der Arbeiter. Das macht das Angebot noch knapper, was sich auf die Preise auswirkt.

Bei Aluminium errechnen die Analysten Wachstumschancen für den Sektor von 9,7 Prozent (2011) bzw. 8,5 Prozent (2012). Auch hier wird China die Nachfrage bestimmen, da der asiatische Staat dem Modell zufolge seine Nachfrage um 17 Prozent bzw. 12 Prozent erhöhen wird. Vor allem der Bau neuer Häuser wird viel Aluminium verbrauchen. Im Fünf-Jahres-Plan des Landes ist aufgeführt, dass in diesem Zeitraum 32 Millionen neue Häuser entstehen sollen. Eine Entwarnung bei den Preisen steht demnach nicht an.

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