Die Analysten von Versant Partners beginnen ihren Bericht mit einer Frage: Abgesehen von der allgemeinen Marktschwäche – was ist das Schlimmste, das dem globalen Uranmarkt jetzt noch passieren kann? Die Antwort: nichts.

Es gibt keinen Zweifel, dass sich Uran nach der Tragödie in Japan in einer Baisse befindet und die Marktaktivität äußerst gering ist. Der Spotpreis ist auf rund 50 USD pro Pfund abgesackt und Deutschland, Italien und die Schweiz haben ihre Atomkraftpläne ausgesetzt (Deutschland wird den Markt bis 2020 ganz verlassen).

Wenn es nach Versant Partners geht, ist dies der Punkt des „maximalen Pessimismus“ für die Branche. Gleichzeitig aber sei der Ausblick für die Atomkraft weiter positiv: 62 Reaktoren befänden sich im Bau und Hunderte mehr in der Planungsphase. Die Experten wiesen zudem darauf hin, dass China die Sicherheitschecks seiner Nuklearanlagen schneller abgeschlossen habe als geplant, sodass das Reich der Mitte nun wieder zu einem Wachstum seines Uransektors zurückkehren dürfte. China ist die wichtigste aufstrebende Quelle für die Nachfrage nach Atomkraft.

Selbst nach dem Desaster in Fukushima, so Versant Partners weiter, befinde sich der Uranmarkt zudem immer noch im Ungleichgewicht. Einer Produktion in Höhe von 139,5 Mio. Pfund im vergangenen Jahr hätte eine Nachfrage von 179 Mio. Pfund gegenüber gestanden. Die Differenz sei hauptsächlich aus abgereichertem Material aus Russland ausgeglichen worden. Doch die diesbezügliche Vereinbarung läuft nur bis 2013, und es könnte sein, dass diese nach 2013 nicht erneuert wird. Die Inbetriebnahme neuer Minen sei dann nötig, um die Nachfrage zu befriedigen, doch das beinhalte zahlreiche Risiken.

Abgesehen von einer allgemeinen globalen Wirtschaftsschwäche sei kein potenzieller negativer Einflussfaktor für Uran zu erkennen, meint Versant Partners. Deutschland, Italien und die Schweiz hätten ihre Entscheidungen getroffen und die Anlage Fukushima Da-Ichi sei unter Kontrolle. Es gebe nichts, was einen weiteren Abschwung auslösen könnte.

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